Ordnungsamt nachts unterwegs
Kontrollen bei Taxen und Trinkhallen

Münster -

Nächtliche Kontrollen des Ordnungsamtes in Münster bleiben nicht ohne Folgen: Es gibt mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten, aber auch positive Erkenntnisse.

Dienstag, 03.09.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 07:02 Uhr
Auch das Taxigewerbe wurde in Münster wieder kontrolliert. 
Auch das Taxigewerbe wurde in Münster wieder kontrolliert.  Foto: Mascha Brichta/dpa

Trinkhallen, Taxi- und Bewachungsgewerbe: Auf diese Bereiche haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes am zurückliegenden Wochenende ein besonderes Auge geworfen – und im Anschluss an ihre nächtliche Kontrolle mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Aber Ordnungsamtschef Martin Schulze-Werner sieht Licht im Dunkel: „Bezüglich des Jugendschutzes gab es keine Auffälligkeiten.“ Gastronomie und Einzellhandel seien hier erfreulich sensibilisiert. Einziger Makel: Es fehlte in den kontrollierten Trinkhallen im Bereich Hansaviertel der Aushang zum Jugendschutzgesetz oder die Nichtraucherkennzeichnung.

Verstöße gegen die Sperrfrist

Allerdings stellten die insgesamt neun Mitarbeiter der Gewerbefachstelle und des kommunalen Ordnungsdienstes mehrere Verstöße gegen die Sperrfrist fest. Trinkhallen betrieben demnach noch nach 24 Uhr Außengastronomie. In der Vergangenheit waren nach Schulze-Werners Worten immer wieder Beschwerden über Lärm aus der Nachbarschaft eingegangen.

Mangelnde Ortskenntnis, Falschparker und fehlende Taxiordnung

Außerdem kontrollierte die Behörde in der Nacht zu Samstag rund 30 Taxen. Dabei konnte kein Fahrer den städtischen Mitarbeitern die mitzuführende Taxiordnung präsentieren. Zwei Taxen wurden aus dem Verkehr gezogen, weil es an der Konzession beziehungsweise der Ortskenntnis mangelte. Besonders gravierend war aus Sicht des Amtes das Parkverhalten: Sechs Verstöße wurden in der kleinen Bahnhofstraße registriert, weil Wagen auf dem Gehweg parkten und sich außerhalb des Taxistandes bereithielten.

Türsteher nach Hause geschickt

Auch dem Bewachungsgewerbe am Hawerkamp stattete man einen Besuch ab: Bei drei Security-Mitarbeitern fehlte der nötige Sachkunde-Nachweis, sodass in einem Fall der Chef selbst einspringen musste, wie Schulze-Werner erzählt.

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