Ehrenmitgliedschaft für Friedhelm Nolte
Ein wahrer Freund der Mühlen

Münster -

Sein Herz schlägt für die Mühlen: Im heimischen Garten empfing Friedhelm Nolte seine Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung. Die Auszeichnung bekam der 84-Jährige für besondere Verdienste.

Dienstag, 03.09.2019, 22:00 Uhr
Friedhelm Nolte (2.v.l.) bekam im Beisein seiner Frau Evamaria Nolte von Thomas Kubendorff (l.) und Willi Niemann die Urkunde überreicht.
Friedhelm Nolte (2.v.l.) bekam im Beisein seiner Frau Evamaria Nolte von Thomas Kubendorff (l.) und Willi Niemann die Urkunde überreicht. Foto: Arndt Zinkant

Ehrung für jahrzehntelange Leidenschaft für die Erhaltung der hiesigen Mühlenlandschaft: Im heimischen Garten empfing Friedhelm Nolte seine Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung. Der 84-Jährige wurde für seine besonderen Verdienste um die Heimat- und Kulturpflege der westfälisch-lippischen Landschaft ausgezeichnet.

Als echter Mühlenfreund habe Nolte bereits im Jahr 1993 die Gründung der Westfälisch-Lippischen Mühlenvereinigung vorangetrieben. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern und war bis 2013 zweiter Vorsitzender der Landesvereinigung. „Mühlenbaas Friedhelm Nolte war immer Garant unserer gemeinnützigen Zielsetzungen bei Mühlenprojekten, vom Erhalt einzelner Standorte bis zur Mühlenkarte“, sagten Willi Niemann (ehemaliger Geschäftsführer) und Thomas Kubendorff (ehemaliger Vorsitzender) bei der Urkunden-Überreichung.

Atmosphäre und Tradition vermitteln

Beide Kollegen gerieten ins Schwärmen. Die Mühlen seien ein echter Identifikationspunkt. „Wie viel Heimat kann man daran ablesen“, sagte Willi Niemann – und verwies auf das Mühlensterben der 1950er-Jahre. „Wenn es steht, ist das Gebäude nach zwei Jahren tot.“ Also gelte es, die Leute in die Mühlen „reinzuholen“ und ihnen die Atmosphäre und die Tradition zu vermitteln. Aber: „Die Behörden müssen mitziehen.“

Dafür hat Friedhelm Nolte, der langjähriger Landesrat für Kultur des LWL war, mit gesorgt. Die Frage, ob er eine Lieblingsmühle habe, verneinte Nolte. „Aber wir hätten beinahe einmal eine Wassermühle bei Lengerich gekauft“, verrät Ehefrau Evamaria mit einem Lächeln.

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