50-Millionen-Euro-Projekt
Grundstein des neuen „Atlantic“-Hotels gelegt

Münster -

225 Zimmer, Sky Bar, Spa-Bereich: Der Grundstein für das neue „Atlantic-Hotel“ an der Engelstraße /Ecke Herwarthstraße ist gelegt. Eigentlich sollte das alte „Dorint“-Hotel nur umgebaut werden, doch dann hatte Investor Kurt Zech plötzlich eine andere Idee...

Mittwoch, 04.09.2019, 18:06 Uhr
In Münsters momentan tiefster Baustelle wurde am Mittwoch der Grundstein für das „Atlantic“ gelegt. Investoren, Baufirmen, Architekten, Banker und Politiker trafen sich auf der später mal zweiten Untergeschossebene der Tiefgarage, wo symbolisch mit dem Bau des 50 Millionen Euro teuren Hotels begonnen wurde.
In Münsters momentan tiefster Baustelle wurde am Mittwoch der Grundstein für das „Atlantic“ gelegt. Investoren, Baufirmen, Architekten, Banker und Politiker trafen sich auf der später mal zweiten Untergeschossebene der Tiefgarage, wo symbolisch mit dem Bau des 50 Millionen Euro teuren Hotels begonnen wurde. Foto: Matthias Ahlke

Eigentlich wollten sie das alte „Dorint“-Hotel (später „Mercure“) nur umbauen. Markus Griesenbeck, verantwortlich für die „Atlantic“-Hotels, erinnert sich gut an den „kurzen Paralleltermin“, als Investor Kurt Zech plötzlich „noch eine andere Idee“ hatte. Der Einfall war am Ende 50 Millionen Euro schwer, beinhaltete den Komplettabriss des alten Hotels und den Neubau eines neuen Flaggschiffs der „Atlantic“-Hotel-Gruppe.

Am Mittwoch legten die Investoren gemeinsam mit Oberbürgermeister Markus Lewe den Grundstein in der Baugrube an der Engelstraße /Ecke Herwarthstraße. Die Hoteleröffnung soll zum Jahreswechsel 2020/21 sein.

Hotel der Superlative

Neun Ebenen inklusive Tiefgarage, 225 Zimmer und Suiten, Eventflächen für bis zu 400 Personen, Sky Bar mit Blick auf die Promenade und angrenzendem Ballsaal im obersten Stockwerk, Grillrestaurant, Fitness- und Spa-Bereich – das sind die Superlative des Hotels der „Atlantic“-Gruppe. 500 Arbeitsplätze entstehen hinter einer futuristischen Fassade nach den Plänen der münsterischen Architekten Rainer M. Kresing und Kilian Kresing.

Grundsteinlegung des „Atlantic“-Hotels

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  • Kurt Zech (v.l.), Stadtbaurat Robin Denstorff, OB Markus Lewe, Joachim Linnemann, Architekt Rainer M. Kresing und Markus Griesenbeck legten den Grundstein für das „Atlantic“-Hotel.

    Foto: Matthias Ahlke
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„Münster ist für uns der Brückenschlag aus dem Norden in Richtung Essen“, sagt Markus Griesenbeck. Das „Atlantic“ an der Engelstraße wird das 15. Hotel im Portfolio der Gruppe um die Investoren Kurt Zech und Joachim Linnemann sein. Parallel werden zwei weitere Hotels in Erfurt und Heidelberg gebaut. Das Haus in Münster soll „ein Zeichen des Fortschritts und der sichtbaren Qualität in der Stadt der Wissenschaft und Lebensart sein“, sagte Griesenbeck.

Lob vom Oberbürgermeister

Und so lobte Oberbürgermeister Markus Lewe im Beisein von Stadtbaurat Robin Denstorff auch den „Entwurf von hoher städtebaulicher Qualität“. Die Stadt lege großen Wert auf eine gelungene städtebauliche Planung rund um den Hauptbahnhof, gerade weil es aktuell darum gehe, die Altstadt mit dem Hafen zu verbinden.

Und gegenüber?

Auch auf der gegenüber liegenden Seite der „Atlantic“-Baustelle, an der Herwarthstraße/Von-Steuben-Straße, sind die Abrissarbeiten beendet. Dort ist die Baugenehmigung für zwei weitere Hotels längst erteilt, der Baubeginn allerdings lässt seit Monaten auf sich warten. Oberbürgermeister Markus Lewe wurde bei der Grundsteinlegung auf der anderen Straßenseite überraschend deutlich.

„Wir erwarten von den Investoren, dass sie beginnen. Und wenn sie es nicht können, sollen sie das Grundstück abgeben. Der Verdacht wächst, dass spekuliert wird. Und das wollen wir in Münster nicht“, sagte Lewe. Eine Sprecherin der Investhotel-Gruppe, die den französischen Investor für die beiden zusätzlichen Hotels aus der Accor-Gruppe vertritt, sagte unserer Zeitung, dass die Gespräche mit einem Generalunternehmer vor dem Abschluss stünden. Ziel sei es, in diesem Jahr zu beginnen. Neben dem Parkhaus „Engelenschanze“ sollen ein „Novotel“ (vier Sterne) und ein „Ibis Budget“ (zwei Sterne) mit jeweils 120 Betten entstehen. Ralf Repöhler

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Lewe plädierte für weitere große Hotelbauten in der Kongressstadt Münster. „Mehr Zimmer bedeuten mehr Kongresse. Und die Kongressaktivitäten nehmen weiter zu, wenn sich erst die Forschungsfabrik für Batteriezellen angesiedelt hat“, sagte Lewe.

Hoteldirektor vor Ort wird der in Münster nicht unbekannte Sascha von Zabern sein, der in gleicher Funktion bis vor wenigen Monaten im Mauritzhof war.

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