Musik-Campus
Offene Musikszene stimmt mit ein

Münster -

Die Akteure aus Politik und Wissenschaft sind sich einig: Der Musik-Campus soll die münsterische Kulturszene einbinden. Vertreter der Musikszene haben einen Brief an die Kulturdezernentin geschrieben...

Sonntag, 08.09.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 15:00 Uhr
Plädieren für einen Musik-Campus (v.r.): Stadtbaurat Robin Denstorff, Kulturdezernentin Cornelia Wilkens, Uni-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels, Oberbürgermeister Markus Lewe, neben ihm Stadtpressesprecher Joachim Schiek, dahinter Musikschuldirektorin Friedrun Vollmer und Generalmusikdirektor Golo Berg.
Plädieren für einen Musik-Campus (v.r.): Stadtbaurat Robin Denstorff, Kulturdezernentin Cornelia Wilkens, Uni-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels, Oberbürgermeister Markus Lewe, neben ihm Stadtpressesprecher Joachim Schiek, dahinter Musikschuldirektorin Friedrun Vollmer und Generalmusikdirektor Golo Berg. Foto: Matthias Ahlke

Nicht elitär, nicht abgehoben. Der gemeinsam von Stadt und Universität geplante Musik-Campus sieht eine breite Einbindung der münsterischen Kulturszene vor. Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist das Vorhaben „ein Projekt der Demokratisierung der Musik, das auch die freie Szene einbindet“. Kulturdezernentin Cornelia Wilkens berichtet von einem offenen Brief von Vertretern der freien Musikszene in dieser Woche an die Stadt, in dem sich die Musiker für einen Musik-Campus aussprechen.

Münster ist eine Stadt der Musik: Die städtische Musikschule zählt 7200 Schüler, 5000 Münsteraner musizieren in kirchlichen Ensembles, es gibt 250 Jazz-, Rock- und Pop-Bands, 5000 Münsteraner sind in Chören, Orchestern und Bands der Universität dabei.

Riesiges Potenzial für die Kultur

Dazu kommen 500 Musikstudierende und ihre 200 Lehrenden an der Universität und das Sinfonieorchester mit 70 Mitgliedern. „Aber die Probenmöglichkeiten sind eingeschränkt. Die Räume platzen aus allen Nähten, der Bedarf an Aufführungsorten und dafür geeigneten Gebäuden ist groß“, sagt Wilkens.

Uni-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels sieht in der Kooperation der vielen Akteure ein riesiges Potenzial für die Kultur, die künstlerische Ausbildung und die Begabungsförderung. „Der Musik-Campus soll offen sein und alle Menschen einladen“, sagt Wessels. Dort werden vor allem Schüler, Studenten und Musiker der Westfälischen Schule für Musik, des Sinfonieorchesters der Stadt und der Musikhochschule der Universität, aber auch der freien Szene eine neue Heimat finden.

„Jahrhundertprojekt“ auf den Weg bringen

Der Stadtrat soll das „Jahrhundertprojekt“ (Lewe) am 9. Oktober mit einem Grundsatzbeschluss auf den Weg bringen. Alle Musikakteure der Stadt sollen laut Wilkens ebenfalls ab Oktober an dem Prozess beteiligt werden und mithelfen, den Musik-Campus inhaltlich zu gestalten.

Bei der Standortfrage scheint das für die Universität zur Verfügung stehende Grundstück des ehemaligen WWU-Institutes für Pharmazie an der Ecke Einsteinstraße/Hittorfstraße favorisiert. Kulturdezernentin Wilkens plädiert auch deshalb für das großzügige Gelände am Botanischen Garten, weil viel Grün im Umfeld Aufführungen im Freien ermöglicht.

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