Tag des offenen Denkmals in der Speicherstadt Coerde
LWL-Archäologen lockten mit seltenen Angeboten

Denkmal, das klingt ziemlich statisch. Doch in der Speicherstadt in Coerde war am Sonntag jede Menge Bewegung zu registrieren. Kein Wunder: Zum Tag des offenen Denkmals hatten die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe neben Einblicken in ihre Arbeit ein Programm voller Mitmachaktionen zusammengestellt.

Montag, 09.09.2019, 07:00 Uhr
Tag des offenen Denkmals in der Speicherstadt Coerde: LWL-Archäologen lockten mit seltenen Angeboten
Foto: Matthias Ahlke

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe luden am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals zu besonderen Führungen, Ausstellungen und Aktionen ein.

Ihren Hauptsitz hat die LWL-Archäologie in der Speicherstadt, in der im Krieg Brot für die in Norddeutschland stationierten Wehrmachtsoldaten gebacken wurde. Im Speicher 12 fanden Führungen durch das Zentrale Fundarchiv statt. Verteilt auf über acht Kilometer laufende Regalmeter, lagern dort Fundstücke aller Epochen: vom Faustkeil bis zu Mittelalter-Schwertern.

Im selben Gebäude lag auch die Restaurierungswerkstatt, in der dafür gesorgt wurde, dass Funde aus Holz, Glas oder Eisen erhalten bleiben. Die einzelnen Fachbereiche konnten Besucher um 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr kennenlernen. Damit die Wissenschaftler Funde eindeutig identifizieren können, wurden diese mit einer speziellen Maschine beschriftet. Deren Funktion konnten sich die Gäste im Erdgeschoss ansehen.

In die Rolle des Archäologen schlüpfen

Zudem konnten Erwachsene wie Kinder von in die Rolle des Archäologen schlüpfen und Funde aus Glas erfassen, Holzproben datieren oder Pflanzenreste und Tierknochen untersuchen. Darüber hinaus stellten die Bibliothekarinnen die Spezialbibliothek der LWL-Archäologie mit ihren rund 50.000 Büchern und Zeitschriften im Speicher 7 vor.

Rund um den Speicher 12 erwartete die Besucher ebenfalls ein breites Programm: Gruppen führen alte Handwerkstechniken vor, wie die Vorführung eine Bronzeguss-Ofens. Auch ein mittelalterliches Katapult kam zum Einsatz. Wer es friedlicher mochte, konnte zum Klang mittelalterlicher Instrumente tanzen.

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