Kleingartenanlage an der Wienburgstraße feierte 100-jähriges Bestehen
Ein Fest für jeden einzelnen Garten

Münster -

Wenn schon feiern, dann ausführlich – so haben es die Kleingärtner der Anlage „Wienburg“ gemacht. Drei Tage lang gab es Programm, zu dem am Samstag auch Nachbarn eingeladen waren. OB Markus Lewe bekam vorab eine Einladung im Bergsee.

Montag, 09.09.2019, 10:00 Uhr
Beim Nachmittag der offenen Gärten bot Gärtnerin Kristina Hoppe (l.) ein Gewinnspiel mit Bällen an.
Beim Nachmittag der offenen Gärten bot Gärtnerin Kristina Hoppe (l.) ein Gewinnspiel mit Bällen an. Foto: klm

Fast alle der 51 Nutzer auf der Anlage haben mitgeholfen, um zum 100-jährigen Bestehen des Kleingärtnervereins Wienburg ein Fest möglich zu machen. Von Freitag bis Sonntag haben die Gärtner an der Wienburgstraße die Gründung gefeiert – mit Party samt Band und DJ, einem offenen Nachmittag für Gäste mit Spielen und Kaffeetafel sowie einer Heiligen Messe am Sonntagvormittag.

Sogar eine Festschrift in Farbe mit fast 100 Seiten hat der Verein drucken lassen – darin eine historische Übersicht und Vorstellung aller Gärten und Nutzer. Wer weiß heute ohne Überlieferung etwa, dass der benachbarte Verein „Langemarck“ bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu „Wienburg“ gehörte? Nach dem Krieg sei eine „harmonische Zusammenarbeit nicht mehr möglich“ gewesen, ist zu lesen. Die Anlage wurde geteilt.

Das Wochenende nun war zweifelsfrei Ausdruck von Harmonie und Offenheit: Am Samstag konnten auch Nachbarn und Besucher auf den Bänken Platz nehmen, es gab Spiele für Kinder, Waffeln und eine Cocktail-Bar an der Schollen-Hecke. Für Sonntagvormittag war ein Gottesdienst am Gemeinschaftshaus unter Leitung von Heilig-Kreuz-Pfarrer Stefan Jürgens angesetzt.

Party mit Tanzen und Musik fand vor allem am Freitagabend statt. Dabei spielte Bewohner Walter Stöver mit seiner Band „Get Back“. Zur Eröffnung des Feier-Wochenendes war unter den offiziellen Gästen auch Oberbürgermeister Markus Lewe. Der Verein hatte ihn schriftlich eingeladen und die Chronik geschickt. Im Sommerurlaub vor einigen Wochen trafen sich dann zufällig Thomas Evenkamp aus dem Vereinsvorstand und Lewe beim Schwimmen in einem Tiroler Bergsee. „Das war auf 2100 Meter Höhe. Ich habe ihn noch einmal aufs Jubiläum angesprochen. Er sagte, er kommt.“ Das hat er getan.

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