„Dom-Gedanken“ mit Wolf Biermann
Europäische Gedanken und Chansons

Wenn Wolf Biermann heute über seine verweigerte Wiedereinreise in die DDR im Jahr 1976 spricht, dann findet er, dass er dadurch „endlich auch ein echter Europäer“ geworden sei. Der Liedermacher und Schriftsteller ist somit prädestiniert, die diesjährige Veranstaltungsreihe der „Dom-Gedanken“ am Mittwoch (11. September) zum Thema Europa zu beschließen.

Montag, 09.09.2019, 12:00 Uhr
Wolf Biermann geht im Rahmen der „Dom-Gedanken“ der Frage nach: „Warum ich Europäer bin?“
Wolf Biermann geht im Rahmen der „Dom-Gedanken“ der Frage nach: „Warum ich Europäer bin?“ Foto: Thorsten Jander

„Warum ich Europäer bin?“: Auf diese Frage gibt der Sänger und Schriftsteller Dr. Wolf Biermann am Mittwoch (11. September) um 18.30 Uhr im St.-Paulus-Dom eine Antwort – auch musikalisch.

In den Dialog tritt er dabei mit Prof. Dr. Michael Rutz, Mitorganisator der „Dom-Gedanken“. Biermann beschließt die Vortragsreihe, die in diesem Jahr das Thema Europa hatte.

1936 in Hamburg geboren, siedelte Biermann 1953 in die DDR über. 1960 veröffentlichte er erste Lieder und Gedichte, gründete in Ost-Berlin das Berliner Arbeiter-Theater (b.a.t.) und gab 1965 den Lyrikband „Die Drahtharfe“ heraus.

Der singende DDR-Drachentöter mit dem klingenden Holzschwert

1976 wurde ihm nach einer Konzerttour in die Bundesrepublik die Wiedereinreise in die DDR verweigert, und er wurde ausgebürgert. „Danach wurde ich, der singende DDR-Drachentöter mit dem klingenden Holzschwert, endlich auch ein echter Europäer“, sagt Biermann heute.

Was ihn in Sachen Europa beschäftigt: „Ausgerechnet drei Länder, die sich im totalitären Ostblock besonders rebellisch und tapfer verhielten – Ungarn, Tschechien und Polen – gehören jetzt zu den nationalistischen Widersachern der Demokratie im vereinten Europa.“

Der Eintritt zu den „Dom-Gedanken“ ist frei. Um Spenden für die „Europa.Brücke.Münster.“ wird gebeten. Im Anschluss an die Vorträge sind die Besucher zum Austausch mit den Referenten auf dem Domplatz eingeladen.

Die Vorträge sind auch im Internet zu sehen.  

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