Vielfältiges Musikprogramm auf dem Nieberdingstraßenfest
Reagge, Rock und ein landendes Ufo

Münster -

Auf dem Nieberdingstraßenfest wurde viel geboten – vor allem Musik. Mit dabei waren Bands, die Regen einfach wegrocken und Ufos landen lassen können.

Montag, 09.09.2019, 15:04 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 17:02 Uhr
Für Musik war beim Nieberdingstraßenfest reichlich gesorgt: Auf der Bühne stand unter anderem die Reggae-Formation Boomtown Shakedown.
Für Musik war beim Nieberdingstraßenfest reichlich gesorgt: Auf der Bühne stand unter anderem die Reggae-Formation Boomtown Shakedown. Foto: Anna Girke

„Kante zeigen, nicht weichgespült sein“ – so beschreibt Bühnenmanager Jochen Kubeja das Musikprogramm vom Nieberdingstraßenfest am vergangenen Wochenende.

Mit Punkrock, Reggae und Ska, aber auch elektronischen Experimenten aus Schlagzeug und Synthesizer bot das Straßenfest am Samstag eine große musikalische Bandbreite. Den Auftakt machte am Nachmittag die münsterische Band „Order 69” mit einer Mischung aus Punk, Blues und Rock. „Die Jungs haben den Regen vertrieben“, ruft Jochen Kubeja von der Bühne, als nach dem Konzert die Wolkendecke aufreißt. Ohne Regen spielt es sich auch für „Kunterbunt Soundsystem“ besser, das auf einem nahe gelegenen Parkplatz Position bezog. Als Alternative zum Bühnenprogramm legen sie Reggae-Dub auf.

Richtig Bewegung ins Publikum bringt „Boomtown Shakedown“ mit schwungvollem Reggae und rockigem Ska. „Unsere Lieder handeln von Liebe und Naturverbundenheit, sprechen aber auch Probleme an und fordern auf, selbst aktiv zu werden“, erklärt Sänger Ede. Mit seiner Frau bildet er den Gesang der Band aus Dortmund und Münster. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug sind auch Saxofon und Trompete dabei, wie es für eine Ska-Band üblich ist.

Einen etwas anderen Klang zum Reggaejazz der Urban Turbans, dem Punkrock von Wutgeschoss und dem elektrischen Hardcore von Neorite, die am späteren Abend auftreten, bietet der Alleinunterhalter Benjamin Kövener. Als „Ex-Champion“ produziert er mit Schlagzeug und Synthesizer sphärische Tonfolgen und Rhythmen, die einen ungewöhnlichen Klang bilden. „Es zählt nicht die Tonabfolge, sondern der Moment, der kreiert wird“, erklärt Kövener. Er wolle dem Hörer die Interpretation überlassen. „Mich erinnert das an ein landendes Ufo“, sagt Jochen Kubeja und lacht.

Ob das Musikprogramm aus dem Straßenfest nun weichgespült war oder Kante gezeigt hat, das müssen die Besucher am Ende selbst entscheiden. Aber die musikalische Breite des Straßenfests steht jedenfalls vor allem für eines: Vielfalt.

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