Offene Ateliers der Künstler vom Hoppengarten
Anregend – aufregend – amüsant

Münster -

Traditionelles vom Holzdruck, Neues vom Siebdruck und Doris Day am Telefon – anregend, aufregend und amüsant zugleich ist die Ausstellung der Künstler vom Hoppengarten, die sich zum fünften Mal der Öffentlichkeit stellen mit neuen Gesichtern und mit 16 Künstlern in großer Zahl.

Dienstag, 10.09.2019, 23:15 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 14:44 Uhr
Kunst vom Hoppengarten: Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried laden zur Kritzelkunst ans Schnulzentelefon.
Kunst vom Hoppengarten: Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried laden zur Kritzelkunst ans Schnulzentelefon. Foto: Gerhard H. Kock

Die Künstler vom Hoppengarten laden ein

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  • Iris Palandt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Iris Palandt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Iris Palandt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Theresa Potente

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Theresa Potente

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Theresa Potente

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Theresa Potente

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Inga Leugers

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Inga Leugers

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Susan Gretz

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Susan Gretz

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jun Ho Cho

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jun Ho Cho

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jun Ho Cho

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ulrike Lindken

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ulrike Lindken

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ulrike Lindken

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ulrike Lindken

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ricarda Mau und Uwe Wiedenstried

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Wichmann

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Wichmann

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Iris Palandt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Iris Palandt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lisa Schlosser

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lisa Schlosser

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lisa Schlosser

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lisa Schlosser

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liane Sommer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liane Sommer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liane Sommer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liane Sommer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liane Sommer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liane Sommer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mari Girkelidse

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Renate Dorstel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Renate Dorstel

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wolfgang Brecklinghaus

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Wolfgang Brecklinghaus

    Foto: Gerhard H. Kock

Es die Mischung zwischen Humor und tiefem Ernst, die das Besondere der Ausstellung machen. Das zeigt sich schon den Arbeiten von Ricarda Mau und als Gast Uwe Wiedenstried. Die beiden laden Besucher in einer gemütlichen Ecke für „True Love“ ans graue Telefon mit Wahlscheibe von 1969 zur Kritzelkunst, mittlerweile eine eigene Kunstgattung. Den Hörer eingeklemmt, dürfen die Besucher zu den ölig samtigen Stimmen von Doris Day, Frank Sinatra oder Jo Stafford Kunst kritzeln bis die Ohren schmerzen. Die Bilder werden im Laufe des Wochenendes an die Wände gehängt. Eine zweite Arbeit von Mau und Wiedenstried ist berührender, wenn nicht bedrückend. Vor dem Hintergrund von 50 Jahre Mondlandung zeigen sie unter dem O-Ton der damaligen Reportagen Zeichnungen von Mau, die in die ikonischen Bilder dieser Glanzleistung menschlichen Könnens Ikonen des sozialen und politischen Versagens gestellt hat: Vietnamkrieg, Waldsterben, das tot gestrandete Flüchtlingskind Alan Kurdi. Es wird schmerzlich.

Neu am Hoppengarten ist Lena Dues, die nicht nur spannende Variationen des Siebdrucks präsentiert, sondern auch eine Installation, durch deren Objekte die Grenze zwischen organischer und anorganischer Welt willkürlich erscheint.

Jun Ho Cho eröffnet an diesem Wochenende nicht nur eine Ausstellung im Theater Münster, sondern auch sein Atelier am Hoppengarten. Er sieht sich als Regisseur, und die Leinwand ist eine Bühne mit Darstellern, die ambivalente Gefühlszustände zeigen: Angst und Mut, Trauer und Zuversicht – komplizierte Seelenzustände, die oft leicht clownesk melancholisch wirken.

Theresa Potente belässt ihren Terracotta-Frauen-Torsi die Risse. Susan Gretz setzt mit minimalistischer Geste einen Ast oder Zweig auf die jeweils blanke Leinwand. Liane Sommer spürt der Linie („Sie ist die Möglichkeit, alles zu machen“) mit Holzdruck und Siebdruck im Gegenständlichen und Abstrakten nach.

Wie Blut-Blumen wandeln sich die Muster im Video „Händisch“ von Martina Wichmann: gleißendes Licht durchschimmert Hände in einem Spiegeltunnel mit geheimnisvollen Reibungsgeräuschen. Inga Leugers stellt Variationsmöglichkeiten des Holzdrucks vor – vom detaillierten Porträt bis hin zu expressionistischen Figuren. Renate Dorstel ergänzt ihre Stimmungsbilder abstrakter Formen mit Wörtern wie „Wake up“ oder „Be More!!!“.

Weitere Ausstellende: Iris Palandt, Ulrike Lindken, Mari Girkelidse, Lisa Schlosser, Markus Wiesmann, Wiebke Bartsch und Wolfgang Brecklinghaus.

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Die Offenen Ateliers sind am Freitag (13. September) von 18 bis 22 Uhr sowie am Samstag und Sonntag (14. und 15. September) von 14 bis 19 Uhr. Am Samstag und Sonntag gibt es um 15 Uhr eine Führung mit vielen Geschichten.   | www.ateliers-  hoppengarten.de

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