Stadt Münster stellt das Programm der „Dialoge zum Frieden 2019“ vor
Zwischen Wahrheit und Fake News

Münster -

Haben wir durch Meinungsmache per Twitter den Dialog verlernt? Ist angesichts neuer Parteiengefüge konstruktiver Streit nicht mehr möglich? Geht auf der schwierigen Suche nach Orientierung zwischen Wahrheit und Fake News unsere Diskussionskultur verloren? Kurzum: „In welcher Verfassung sind wir?“ Diese Frage zieht sich als roter Faden durch die „Dialoge zum Frieden 2019“.

Dienstag, 17.09.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 15:58 Uhr
Dialoge zum Frieden (v.l.): Hannes Demming, Franz-Josef Jakobi, Carola von Seckendorff, Ursula Warnke, Thomas Köhler, Norbert Nowotsch, Alfons Kenkmann und Bernadette Spinnen.
Dialoge zum Frieden (v.l.): Hannes Demming, Franz-Josef Jakobi, Carola von Seckendorff, Ursula Warnke, Thomas Köhler, Norbert Nowotsch, Alfons Kenkmann und Bernadette Spinnen. Foto: Stadt Münster

Die städtische Veranstaltungsreihe sucht in Diskussionen, Theaterstücken, Lesungen und historischen Rückblenden nach Erklärungen für die Gefühlslage der Gesellschaft und möchte mit Hilfe von Wissenschaftlern und Praktikern Lösungsansätze aufzeigen.

Zwei öffentliche Veranstaltungen stehen im Mittelpunkt: Einen Blick in die „Seele“ unseres Landes wirft die zentrale Podiumsdiskussion mit prominenten Wissenschaftlern und Journalisten am 30. September (Montag) um 20 Uhr im Rathausfestsaal. Mit dabei sind der Publizist Christian Schüle, der Historiker Prof. Dr. Ulrich Herbert, die Islam-Expertin Prof. Dr. Susanne Schröter und der Jurist Prof. Dr. Horst Dreier.

Moderiert wird die Runde von der Journalistin Dr. Franziska Augstein.

Fiktion und Diskussion gehen am 7. Oktober (Montag) um 20 Uhr im Rathausfestsaal eine spannende Verbindung ein. „Der Ordner. Gegen das Vergessen“ heißt die Inszenierung von „TheaterFrei-Frau“, bei der sich eine Enkelin mit den NS-Prozessunterlagen ihres Großvaters auseinandersetzen muss. Eine Diskussionsrunde, moderiert von WDR-Journalistin Gisela Steinhauer, sucht nach Antworten. Zu Gast sind die Polizeihistorikerin Prof. Dr. Sabine Mecking und die Diplompsychologin Prof. Dr. Heide Glaesner. Die Enkelin ist Stephanie Borgert, die sich im Theaterstück selbst spielt.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter dialoge-zum-frieden@stadt-muenster.de.

Flankiert werden die Hauptveranstaltungen der Dialoge zum Frieden 2019 von weiteren Programmbausteinen. Dazu gehört das Historienspektakel zum Westfälischen Frieden „Vivat Pax“ am Samstag (21. September) um 13 Uhr und um 16 Uhr auf dem Platz des Westfälischen Friedens (Rathausinnenhof).

Es folgen die Ökumenische Friedensvesper am 24. Oktober (Donnerstag) um 18 Uhr in der Lambertikirche, das Treffen der Religionsgemeinschaften aus den Friedensstädten Münster und Osnabrück am 29. Oktober im Rathaus für geladene Gäste, die öffentliche Feier zum 20-jährigen Bestehen des Geschichtsortes Villa ten Hompel am 30. Oktober um 19 Uhr im Rathausfestsaal und die Schülerakademie zum Thema „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“ am 31. Oktober in der Akademie Franz-Hitze-Haus.

Ihren Abschluss finden die Dialoge zum Frieden am 25. November (Montag) um 19 Uhr mit einer Feierstunde zur Übergabe der neu gestalteten Bürgerhalle. Besucherinnen und Besucher jeden Alters können sich hier an Tablets und Bildschirmen digital mit Thema Westfälischer Frieden in der Stadt auseinandersetzen.

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