Historienspiel „Vivat Pax“ am Samstag
Vielleicht aktueller denn je

Münster -

Münster und der 30-jährige Krieg, das gehört allein schon wegen des Westfälischen Friedens von 1648 zusammen. Diese Verbindung pflegt der Stadtheimatbund mit dem Historienspiel „Vivat Pax! – Es lebe der Friede!“. Auch am Samstag (21. September) wieder. Und bei der siebten Aufführung gibt es wieder einige Neuerungen zu entdecken.

Mittwoch, 18.09.2019, 21:00 Uhr
Nie wieder Krieg, darum geht es dem Team von „Vivat Pax!“ (v.l.): Hilla Trede, Frank Philipp und Ursula Warnke (Stadtheimbund), Historiker Christopher Goerdig, Karin Wolbeck, Peter Kaenders, Christoph Austermann, Heinz Heidbrink und Hans-Peter Boer.
Nie wieder Krieg, darum geht es dem Team von „Vivat Pax!“ (v.l.): Hilla Trede, Frank Philipp und Ursula Warnke (Stadtheimbund), Historiker Christopher Goerdig, Karin Wolbeck, Peter Kaenders, Christoph Austermann, Heinz Heidbrink und Hans-Peter Boer. Foto: Teresa Walter

Hungersnöte, Elend und brutale Gewalt: Der 30-jährige Krieg gehört auch in Münster zu einem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte und wurde erst durch den Westfälischen Frieden 1648 in Münster und Osnabrück beendet. Dass dieses Wissen aber nicht nur etwas für die Geschichtsbücher ist, sondern aktuelle Bezüge hat, zeigt das Historienspiel „Vivat Pax! – Es lebe der Friede!“

Am Samstag (21. September) um 13 und 16 Uhr können Interessierte das Schauspiel auf dem Platz des Westfälischen Friedens verfolgen. Dabei wurden von Regisseur Markus Kopf leichte Änderungen an dem Stück vorgenommen, das bereits sechs Mal in Münster aufgeführt wurde, erklärt Autor Hans-Peter Boer.

Neue Szenen, neue Kostüme

So wurde eine Szene um einen Landsknecht aus Süddeutschland eingefügt, der von der Schlacht im Donaubruch berichtet. Auch die Kostüme seien beweglicher geworden, was vor allem den Akrobaten des Hochschulsports der Universität Münster zu Gute käme, so Schneiderin Hilla Trede.

Insgesamt seien rund 80 Personen bei der Produktion involviert, ein Großteil von ihnen Laien. Die Musik steuern der Schulchor und das Blasorchester des Gymnasiums Paulinums in Münster bei. Die Masken, die Fans bereits aus der Anfangsszene kennen dürften, wurden von Schülern der Kunst-AG der Realschule Wolbeck.

Wir möchten die Jugend an das Thema Frieden und Krieg heranführen.

Frank Philipp vom Stadtheimatbund

„Wir möchten die Jugend an das Thema Frieden und Krieg heranführen“, meint Frank Philipp vom Stadtheimatbund Münster, der das Spektakel seit 2017 veranstaltet. Autor Boer ergänzt, es gehe darum, „aus heutiger Sicht auf Krieg und Gewalt zu schauen und daraus Lehren für heute zu ziehen“.

Aktuelle Konflikte wie der im Nahen Osten seien sehr ähnlich zu denen des 30-jährigen Krieges: Verschiedene Parteien trügen religiöse und politische Konflikte aus, die Leidtragenden seien oft die Bürger, so Boer. Umso passender, dass am Samstag der internationale Weltfriedenstag gefeiert werde.

Zusammengehörigkeitsgefühl im Team

Durch Ausfälle im Ensemble hatte das Team im Frühsommer neuen Zuwachs bekommen. Karin Wolbeck gehört zu den Neuen und wird eine Marktfrau aus dem 17. Jahrhundert spielen. Die vergangenen zwei Monate waren schon sehr anstrengend, doch „man spürt ein richtiges Zusammengehörigkeitsgefühl im Team“.

Insgesamt wirken Teenager, Studenten, Berufstätige und Rentner mit.

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