Prozess um schweren sexuellen Missbrauch
Haftbefehl hat weiter Bestand

Münster -

Die Verteidigung eines der Angeklagten im Missbrauchsprozess hatte am vergangenen vierten Verhandlungstag einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls gestellt. Doch der Antrag wurde abgelehnt.

Freitag, 20.09.2019, 15:27 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 15:42 Uhr
Prozess um schweren sexuellen Missbrauch: Haftbefehl hat weiter Bestand
Der Prozess gegen die drei Angeklagten, hier ein Foto vom Prozessauftakt, am Landgericht. Foto: Oliver Werner

Am vierten Verhandlungstag des Prozesses am Landgericht Münster gegen die drei Männer aus Münster und Everswinkel, denen schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wird, hat die Verteidigung des 50-jährigen Münsteraners einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls gestellt , nachdem zwei mutmaßliche Opfer ein zweites Mal vor der Kammer ausgesagt hatten.

Der Antrag wurde laut Landgerichtssprecher Dr. Steffen Vahlhaus jedoch abgelehnt. Es bestehe weiterhin ein dringender Tatverdacht. 

Der vierte Verhandlungstag fand am vergangenen Mittwoch statt. Zum Schutz der mutmaßlichen Opfer wurden die Zuschauer jedoch aus dem Raum gebeten. Der Hauptangeklagte Johannes J. war sichtlich aufgewühlt. 

Sechseinhalb Stunden wurden die Polizeibeamten gehört, die die mutmaßlichen Opfer vernommen haben. Der Prozess soll  am 23. September mit dem fünften von insgesamt sieben angesetzten Verhandlungstagen fortgesetzt werden.

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