Tibetische Mönche erstellen Sandmandala
Symbol der Vergänglichkeit allen Lebens

Alles im Leben ist vergänglich. Und doch ist es wichtig, dass das Leben für einen bestimmten Zeitraum vorhandene Räume bestmöglich füllt. Klingt philosophisch, ist es im Grunde auch. Das wird deutlich werden, wenn ab Montag (23. September) in der VHS tibetische Mönche ein Sandmandala erstellen.

Sonntag, 22.09.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 15:10 Uhr
Tibetische Mönche erstellen Sandmandala: Symbol der Vergänglichkeit allen Lebens

Vier tibetische Mönche aus einem Kloster in Mundgod (Südindien) werden ab Montag (23. September) im VHS-Forum (Forum 2), Aegidiimarkt 2, über sieben Tage ein aus farbigem Sand gestreutes Mandala nach uralter Tradition gestalten.

Der Sand wird in diffiziler Handarbeit millimetergenau platziert, bis ein detailreiches, rituelles Bild entsteht, kündigen die Organisatoren von der Tibet-Initiative und der Volkshochschule an. Mandalas symbolisieren die Vergänglichkeit allen Lebens und Loslösung von der materiellen Welt.

Nach Fertigstellung wird das Mandala am 1. Oktober zusammengewischt und der Sand in einen Fluss gestreut – also der Erde wiedergegeben. So wird die Flüchtigkeit aller Dinge demonstriert und gleichzeitig das Füllen eines freien Raumes, einer Fläche für kurze Zeit, um sie danach wieder für anderes zu nutzen, heißt es weiter.

Sandmandalas in Tibet verboten

In Münster bedeutet diese rituelle Handlung zusätzlich einen besonderen Freiraum für die Mönche, in deren ursprünglicher Heimat Tibet das Ausleben ihrer Religion und Rituale durch die chinesische Regierung verboten ist.

Interessierte sind eingeladen, der Entstehung des Sandmandalas zuzusehen, das ein Projekt im Rahmen des Friedenskulturmonats September ist. Den Mönchen kann montags bis freitags von 10 bis 17, samstags von 10 bis 14 Uhr über die Schulter geschaut werden.

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