B-Side-Festival 2019
Entdeckungsreise durch das Quartier

Münster -

Kultur pur: Zwei Tage lang feierten das Hansa- und Hafenviertel die vierte Auflage des B-Side-Festivals mit einer Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen - mit einem Finale furioso im Epizentrum.  

Sonntag, 22.09.2019, 15:26 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 15:37 Uhr
B-Side-Festival 2019: Entdeckungsreise durch das Quartier
Foto: Pjer Biederstädt

Alles spitzt sich zu auf diesen Ort, auf diesen Moment: Vor dem alten Hill-Speicher auf der Südseite des Stadthafens versammeln sich zum Ende des B-Side-Festivals Hunderte Menschen aus dem Hansa- und Hafenviertel. Im Epizentrum spielen „Order 69” das letzte von unzähligen Konzerten der zweitägigen Kulturveranstaltung, und als die Sonne verschwindet, macht sich das Gefühl breit, wofür das Festival steht: Zusammengehörigkeit.

Etwa 27 Stunden zuvor droht die offizielle Eröffnung der vierten Auflage des B-Side-Festivals im Sozialpalast an der Hafenstraße im Getümmel unterzugehen. Die Stadt steht noch ganz im Zeichen des Klimastreiks, doch ganz langsam ergreift das Festival Besitz von den Straßen des Viertels – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Liebevoll hergerichtete Hinterhöfe

Die Polizei muss am Freitagabend gegen 20 Uhr mal kurz daran erinnern, dass der tagsüber für den „Parking Day” gesperrte Hansaring wieder für Autos freigegeben ist. Denn auf dem Asphalt blockieren Musikfans, die von den zur Bühne umfunktionierten Ladenschaufenstern bis auf die Straße stehen, den Verkehr – besonders vor dem „ExKaffee“, wo die Hip-Hopper Nowakkowitsch und Pete Jott auftreten, ist es rappelvoll.

B-Side-Festival 2019

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  • Für das richtige Festivals-Outfit: Frische B-Side-Shirts wurden im Hinterhof des Hansarings 34 gedruckt.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Am Freitag gab das Singer-Songwriter-Duo Hugo und Mario in der Kaffeegiesserei am Hansaring ein Konzert.

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  • Am Freitagabend wollten so viele Besucher den Auftritt von Nowakkowitsch und Pete Jott im ExKaffee am Hansaring sehen, dass sie bis auf die Straße standen.

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  • Auf dem Hansaplatz verkaufte Theatermalerin Julia Reygers in ihre fair gehandelten Bio-Shirts mit selbst designten Aufdrucken. Ihr Label heißt "Die Farbküche".

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  • Großer Andrang: Die Psychedelic-Rock-Band Yenga spielte am Samstag auf dem Hansaplatz ein Konzert unter Bäumen bei Sonnenschein.

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  • ... hingen die Pläne und Informationen zum B-Side-Projekt an der Südseite des Stadthafens aus. Vor fünf Jahren wurde die Initiative B-Side ins Leben gerufen, um den Hill-Speicher auf der Südseite des Stadthafens 1 in ein Kulturzentrum zu verwandeln. Das Ziel ist es, auf den über 2500 Quadratmetern ein selbstverwaltetes Zentrum für Kunst, Kultur und Bildung zu schaffen, um Räume für die kreative Szene des Viertels zu schaffen.

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  • Am Infostand neben dem ExKaffee...

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  • Auch Oberbürgermeister Markus Lewe (2.v.r.) besuchte das B-Side-Festival. Ben-Paul Neßeler (2.v.l.), Mitglied des 30-köpfigen Organisations-Teams, führte den OB über den Hansaring.

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  • Petra Goldmann ist seit einigen Jahren in der B-Side aktiv. Für das Festival hatte sie den Hinterhof der Bernhard-Ernst-Straße 15, wo ihr Lederdesign-Atelier Tag der offenen Tür feierte, hergerichtet. Mit Kinderspielzone, kulinarischem Angebot und 90er-Flohmarkt bot der Hof eine stimmungsvolle Atmosphäre.

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  • Gegen Abend versammelten sich Hunderte Festival-Besucher vor dem alten Hill-Speicher am Mittelhafen, dem neuen B-Side-Gebäude auf der Südseite des Stadthafens.

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  • Am B-Side-Haus am Mittelhafen spielten Order 69 ein viel umjubeltes Konzert.

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  • Unter dem Motto "Waschen, schneiden, tanzen" gab es in der "Tätowiersucht" am Hansaring Haarschnitte auf Spendenbasis. Die Musik machte Tom Maverick, umgeben waren alle von den Kunstwerken von "Volker der goldene Reiter".

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  • Tom Maverick an den Turntables in der "Tätowiersucht" am Hansaring. Im Hintergrund: Kunstwerk von "Volker der goldene Reiter".

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  • Gemütlich: Im Hinterhof am Hansaring 34 drängelten sich die Menschen vorbei an den liebevoll hergerichteten Ständen.

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Die Konzerte in den Bars und Geschäften am Freitag sind nur die Ouvertüre des facettenreichen Programms. Über 100 Künstler treten an 30 Standorten auf. Außerdem gibt es Lesungen, Infostände, Kulinarisches und Workshops. 

Ganz getreu dem Festival-Motto „Partizipassion – Entdecke das Quartier in dir” schlendern die Menschen auch am Samstag bei bestem Spätsommer-Wetter über die Straßen, sitzen in den Cafés oder auf den Bürgersteigen. Besonderes Highlight auch in diesem Jahr: Die liebevoll hergerichteten Hinterhöfe. Am Hansaring 34 und an der Bernhard-Ernst-Straße 15 gibt es einen 90er-Jahre-Flohmarkt, T-Shirt-Druck, und vieles mehr.

Kinderparadies am Hansaplatz

Der Hansaplatz ist mit einer Hüpfburg, Riesen-Legos und Eis am Stiel kurzerhand zum Kinderparadies mutiert. Mittendrin verkauft Theatermalerin Julia Reygers in ihrer “Farbküche” fair gehandelte Bio-Shirts mit selbst designten Aufdrucken, gleich nebenan besprühen Mütter mit ihrem Nachwuchs Stoffbeutel mit Farbe. Von dem bunten Treiben macht sich am Samstagnachmittag auch Oberbürgermeister Markus Lewe im ein Bild.

Wir setzen primär auf lokale Künstler.

Johannes Haug von der B-Side

„Bei dem Festival wird den Bewohnern die Möglichkeit gegeben, sich kennenzulernen und miteinander zu feiern”, erklärt Johannes Haug von der B-Side am Rande des Trubels den Kern des Festes. Dabei gelte der Vorsatz, dezentral im ganzen Viertel vertreten zu sein. Außerdem gebe es keine Grenzen durch Eintritte oder Einlasskontrollen. „Und ganz wichtig: Wir setzen primär auf lokale Künstler”, so Haug. Oder kurz gesagt: aus dem Viertel fürs Viertel – und das bis zum Höhepunkt am Abend auf der B-Side.

Initiative B-Side für ein Kulturzentrum im Hill-Speicher

Vor fünf Jahren wurde die Initiative B-Side ins Leben gerufen, um den Hill-Speicher auf der Südseite des Stadthafens 1 in ein Kulturzentrum zu verwandeln. Ziel ist es, auf den über 2500 Quadratmetern ein selbstverwaltetes Zentrum für Kunst, Kultur und Bildung zu schaffen, um Räume für die kreative Szene des Viertels zu schaffen. Um die etwa sieben Millionen Euro teure Sanierung des Speichers zu finanzieren, hat die Initiative Fördermittel beim Land und der Kommune beantragt. Der Beirat des Landes-Programms „Initiative ergreifen“ hat das Projekt bereits als förderungswürdig eingestuft. Ein Teil wird über eine sogenannte Schwarmfinanzierung mit Direktkrediten aus der Bürgerschaft finanziert. Baubeginn, so B-Side-Geschäftsführer Tobias Stroppel, soll im dritten Quartal 2020 sein. Den Speicher will sich die B-Side mit dem Ruderverein Münster von 1882 teilen.

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Ausstellung beim B-Side-Festival

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  • Peter Wendebourg

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Peter Wendebourg

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Peter Wendebourg

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Lena Dues "Trinkhalle"

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Illustratorengruppe „Illustre Runde“ im Prütt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mark Erik Tockloth am Deutschen Architekturverlag

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Mark Erik Tockloth am Deutschen Architekturverlag

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Dario Ronge „faces/phases“ in Raphaels Eismanufaktur

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Dario Ronge „faces/phases“ in Raphaels Eismanufaktur

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Dario Ronge „faces/phases“ in Raphaels Eismanufaktur

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Dario Ronge „faces/phases“ in Raphaels Eismanufaktur

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Robert Pogarell im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Robert Pogarell im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Yochanan Rauert "Eternal Ephemereal" im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Yochanan Rauert "Eternal Ephemereal" im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Yochanan Rauert "Eternal Ephemereal" im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Yochanan Rauert "Eternal Ephemereal" im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Leo Namislow im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Leo Namislow im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Leo Namislow im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Leo Namislow im Balaklava Tattoo

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hans-Dirk Schäfer an der Apotheke Hafen-Neustadt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hans-Dirk Schäfer an der Apotheke Hafen-Neustadt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hans-Dirk Schäfer an der Apotheke Hafen-Neustadt

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hans-Dirk Schäfer an der Apotheke Hafen-Neustadt

    Foto: Gerhard H. Kock

 

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