„Lange Nacht der Volkshochschulen“
Haus der Bildung und Begegnung stellt sich vor

Münster -

In der „Langen Nacht der Volkshochschulen“ feierte die Bildungseinrichtung ihr 100-jähriges Bestehen – auch in Münster.

Sonntag, 22.09.2019, 17:10 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 18:54 Uhr
Mit Kuchen oder warmem Essen aus diversen Ländern schlugen Dozenten eine Brücke zum Beispiel zu ihren Sprachkursen.
Mit Kuchen oder warmem Essen aus diversen Ländern schlugen Dozenten eine Brücke zum Beispiel zu ihren Sprachkursen. Foto: klm

Informationen aus dem Internet und Sozialen Medien können gute Bildung alleine nicht garantieren. Denn dafür brauche es „Orte, an denen sich Menschen begegnen, miteinander sprechen und wo ihre Sinne angeregt werden“. Davon ist Zukunftsforscherin Christiane Varga überzeugt. Die Volkshochschule (VHS) sei ein solcher Ort und Baustein für das Lernen.

In der „Langen Nacht der Volkshochschulen“ anlässlich des 100-jährigen Bestehens der VHS in Deutschland war Varga vom Zukunftsinstitut Wien in Münster zu Gast. Gefeiert wurde das Jubiläum auf einer Bühne im Aegidiimarkt und in den Foren.

„Manche Menschen sind überfordert von der Informationsüberflutung durch die Digitalisierung. Und es hat sich ein Gegentrend entwickelt“, sagte Varga in ihrem Vortrag auf der Bühne. „Es gibt Hotels, die gar kein WLAN mehr anbieten“, nannte sie ein Beispiel. In Zukunft werde die Gesellschaft „mit beiden Welten umgehen“ und ein „Prinzip des Netzwerks“ etablieren, also lernen an verschiedenen Orten mit realen und digitalen Methoden.

Die VHS hat das Lernen mit digitalen Medien längst etabliert. Im Vordergrund stand am Freitag aber, die Räume, Dozenten und das Kursangebot der VHS kennenzulernen. Eddy Hullegie, gebürtiger Niederländer, der heute in Münster lebt, unterrichtet zum Beispiel vier Stunden pro Woche Niederländisch und gibt pro Halbjahr drei Kurse im Rösten internationaler Kaffeesorten. Das stellte er vor. „Ich war Konrektor der Richard-von-Weizsäcker-Schule für Erziehungshilfe“, berichtete er. „Jetzt im Ruhestand mache ich so was.“

Bei einer Diskussion erklärte Stadtdirektor Thomas Paal auf die Frage, wo er die VHS in 20 Jahren sehe, dass „sie auch an anderen Orten der Stadt und in den Stadtteilen“ präsent sein solle, „in allen Milieus“.

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