Historienspiel „Vivat Pax!“ des Stadtheimatbundes
Es lebe der Friede!

Münster -

1648 wurde in Münster und Osnabrück der Westfälische Friede geschlossen. Der Dreißigjährige Krieg war endlich vorbei. Der Stadtheimatbund erinnert mit einer Inszenierung an dieses Ereignis der Weltgeschichte.

Sonntag, 22.09.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 17:25 Uhr
Im Historienspiel lassen sich einfache Leute Freuden, aber auch Spott über den Luxus der Delegationen nicht verbieten. Trotz des Leids, das allgegenwärtig ist.
Im Historienspiel lassen sich einfache Leute Freuden, aber auch Spott über den Luxus der Delegationen nicht verbieten. Trotz des Leids, das allgegenwärtig ist. Foto: Matthias Ahlke

„In zwei Wochen weiß ganz Europa, was hier in Münster geschehen ist“, ruft Stadtsyndicus Heinrich Hollandt den Menschen zu. „Sie haben alle signiert. 39 Siegel trägt das Instrument, und der Friede ist jetzt sicher“, verkündet Stadtkommandant Johann von Reumont. Die Leute singen, tanzen, fallen sich in die Arme. Sogar dem Publikum ist eine Erleichterung anzumerken.

Der „Westfälische Friede“ wurde am Samstag im Rathausinnenhof erneut bekannt gegeben und gefeiert. Im Historienspiel „Vivat Pax! Es lebe der Friede!“ des Stadtheimatbundes mit vielen Laiendarstellern, rustikaler Holzbühne, Kostümen, die der Kleidung aus der Mitte des 17. Jahrhunderts nachempfunden worden waren, und großer Spielfreude der Darsteller.

Vivat Pax – Das Friedensspektakel in Münster

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Die 2019er-Version des Historientheaters um den Friedensschluss am Ende des 30-jährigen Krieges von Regisseur Markus Kopf und Texter Hans-Peter Boer war bei ihren beiden Aufführungen am Samstag ein großer Erfolg. Mehrere Hundert Zuschauer beklatschen und bejubelten die Darsteller. Zu verdanken war dies der professionellen Requisite sowie dem emotionalen Theaterspiel mit teils zeitüblicher (und deshalb zuweilen auch derber) Sprache. „Nun endlich, hier und heute im Jahre des Herrn 1648, wollen sie, die Katholischen und die Lutherischen, sich einigen“, bekundet die Frau des Prinzipals, Marie Buer. Übergroße Pappmaché-Figuren mit nachempfundenen Gesichtern von Gesandten werden auf den Platz getragen. Die Szenen begleiteten das Blasorchester und der Große Chor des Gymnasiums Paulinum mit Musik jener längst vergangenen Zeit.

Stark gespielt waren speziell die Stimmungen der einfachen Leute und Bauern. Denn es gärt in ihnen angesichts von Verarmung und Ungerechtigkeit: „Der Speiseplan der Gesandten Frankreichs mit Gefolge: Eiersuppe mit Safran, Pfefferkörnern und Honig, Kirschen, vorzüglicher Wein“, ruft ein Koch. Und Marie beklagt: „Die Türme stehn in Glut, die Kirch ist umgekehret. die Jungfern sind geschänd’t, und wo wir hin nur schaun, ist Feuer, Pest und Tod.“

Erst zum Ende der Aufführungen hin klärt sich der auf großen weißen Bannern gezeichnete Feuerrauch über dem zum Teil zerstörten Münster sinnbildlich auf, als es heißt: „Alle Feindseligkeiten“ der Kriegsparteien seien „einzustellen“. Endlich Frieden!

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