Geschlagener Balljunge
Verfahren gegen Polizisten eingestellt

Münster -

Das Verfahren gegen einen Beamten des Polizeipräsidiums Münster, der im Mai bei einem Einsatz während des Drittligaspiels des SC Preußen gegen den Karlsruher SC einem Balljungen ins Gesicht geschlagen hatte, ist gegen eine Auflage vorläufig eingestellt worden.

Montag, 23.09.2019, 17:25 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 17:34 Uhr
Während eines Platzsturms kam es zu dem Vorfall.
Während eines Platzsturms kam es zu dem Vorfall. Foto: Peperhowe

Der Polizist hat zur Auflage erhalten, eine dreistellige Euro-Summe zu zahlen. Erfüllt der Beamte dies, gilt das Verfahren als eingestellt.

Polizeipräsidium Bielefeld ermittelte

Aus Neutralitätsgründen hatte die Staatsanwaltschaft Münster zusammen mit dem Polizeipräsidium Bielefeld gegen den Polizisten ermittelt, dem fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen wird. Sowohl das Agieren des Mannes als auch, dass dieser nicht bemerkt habe, dass es sich bei dem Balljungen nicht um einen KSC-Fan handele, habe den Verdacht der Fahrlässigkeit erhärtet, so Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Der Junge habe zudem glaubhaft versichert, er habe einige Tage unter Schmerzen gelitten. 

Dynamisches Geschehen

Demgegenüber stehe allerdings ein dynamisches Geschehen. Zudem habe der Polizist seinen Fehler eingeräumt und angeboten, sich zu entschuldigen, machte Botzenhardt deutlich, warum die Waage in Richtung Einstellung des Verfahrens ausgeschlagen sei.

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