Dom-Zugang
Türen zum Paradies werden vorübergehend geöffnet

Münster -

Über 1000 Teilnehmer werden am Sonntag zur Bundeseröffnung des Monats der Weltmission auf dem Domplatz erwartet. Doch seit Monaten sind das Hauptportal und das angrenzende Paradies des Doms wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. 

Mittwoch, 02.10.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 08:43 Uhr
Der Zugang zum Paradies an der Südseite des Doms wird zum Wochenende wieder möglich sein. Neue Bodenplatten sind im Haupteingangs­bereich verlegt, die Heiligenfiguren gesäubert worden.
Der Zugang zum Paradies an der Südseite des Doms wird zum Wochenende wieder möglich sein. Neue Bodenplatten sind im Haupteingangs­bereich verlegt, die Heiligenfiguren gesäubert worden. Foto: Matthias Ahlke

Gute Nachrichten vom Dom: Die Türen zum Paradies, so heißt die Eingangshalle, werden kurzzeitig geöffnet. Wegen des erwarteten Ansturms am Sonntag (6. Oktober), wenn das katholische Hilfswerk Missio die Bundeseröffnung des Monats der Weltmission auf dem Domplatz feiert. Über 1000 Gäste, die natürlich auch in den Dom wollen, werden zu einem weltkirchlichen Erntedankfest in Münster erwartet.

Neue Steinplatten verlegt

Seit drei Monaten indes sind das Hauptportal und das angrenzende Paradies geschlossen. Grund: Der Haupteingangsbereich des Doms bekommt einen neuen Fußboden. Die schweren Platten, die aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stammen, zeigten Laufspuren und Unebenheiten, Salzausblühungen wegen Feuchtigkeit waren nicht zu übersehen.

In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege machte sich ein Steinmetzunternehmen aus Havixbeck ab Juli daran, neue Obernkirchener Sandsteinplatten auf der 180 Quadratmeter großen Fläche zu verlegen. „Dabei tauchten auch einige wenige ältere Bodenplatten auf, die für die Denkmalschützer jedoch historisch nicht ganz so wertvoll waren“, berichtet Sabine Friedrich von der Abteilung Bauunterhaltung des Bischöflichen Generalvikariats. Schließlich liegt das Paradies deutlich oberhalb des alten Domplatzes.

Münsters Dom wird saniert

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  • Mit speziellen Staubsaugern und Pinseln werden die Heiligen-Figuren im „Paradies“ genannten Eingangshalle des Paulus-Doms in Münster gesäubert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Seit Juli hat ein Steinmetzunternehmen aus Havixbeck neue Sandsteinplatten auf der 180 Quadratmeter großen Fläche zu verlegen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der Südfassade werden unterdessen noch bis ins neue Jahr hinein Steine und Wasserabläufe kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Eingangstüren zum „Paradies“ werden daher voraussichtlich erst wieder im Advent geöffnet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Für die Bundeseröffnung des Monats der Weltmission am Sonntag (6.10.) wird eine Ausnahme gemacht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das „Paradies“ wird kurzzeitig geöffnet, die erwarteten 1000 Besucher können also durch den frisch sanierten Haupteingang in den Dom gelangen.

    Foto: Matthias Ahlke

Direkt nach dem Verlegen des neuen Bodens machte sich ein Restaurator daran, die knapp 20 Heiligen-Figuren im Paradies zu reinigen. Das geschieht mit einem speziellen Staubsauger, die feingliedrigeren Teile werden mit dem Pinsel gesäubert. Die Arbeiten werden bis Mittwochnachmittag abgeschlossen sein, sodass der Zugang zum Paradies durch das Hauptportal zum Wochenende möglich ist, sagt Sabine Friedrich.

Domtüren schließen wieder

Wenn das Fest von Missio am Sonntagabend beendet ist, werden allerdings die schweren Domtüren wieder verschlossen. Grund sind die noch lange nicht beendeten Sanierungsarbeiten an der Südfassade des Dom. Steine und Wasserabläufe werden bis ins neue Jahr hinein kontrolliert, Elemente ergänzt oder ausgetauscht. Das sanierte Paradies ist dann nur vom Hauptschiff aus begehbar. Die Domtüren dort werden voraussichtlich erst wieder im Advent geöffnet.

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