Spot „Gib acht auf dich“ in den Kinos
Werben für Mammografie

Münster -

Mit rund 69 000 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Vorsorgemöglichkeiten auszuschöpfen. Ein Spot wirbt jetzt in Münsters Programmkinos für die Teilnahme.

Mittwoch, 02.10.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 18:00 Uhr
Sie starteten den Kinospot in Münster (v.l.): Dr. Isabel Radke vom Brustzentrum des Universitätsklinikums, Kinoleiter Gregor Haarmann, Klinikdirektor und Mammographiechef Prof. Dr. Walter Heindel, Dr. Joke Tio vom Brustzentrum und Prof. Dr. Stefanie Weigel vom Referenzzentrum Mammographie
Sie starteten den Kinospot in Münster (v.l.): Dr. Isabel Radke vom Brustzentrum des Universitätsklinikums, Kinoleiter Gregor Haarmann, Klinikdirektor und Mammographiechef Prof. Dr. Walter Heindel, Dr. Joke Tio vom Brustzentrum und Prof. Dr. Stefanie Weigel vom Referenzzentrum Mammographie Foto: Roman Mensing

Erst wird eine mit „Happy Birthday“ und goldfarbener „50“ dekorierte Geburtstagstorte durch die Wohnungstür getragen, dann kommen die Glückwünsche der Freundinnen, und am Schluss erscheint der Postbote mit einem ganz speziellen Wunsch.

Er bringt der frischen Fünfzigerin einen Brief mit der Aufforderung: „Gibt acht auf dich“. Es ist das Motto eines 30-Sekunden-Kinospots, der in den nächsten sechs Wochen in allen münsterischen Programmkinos zu sehen sein wird. Am Donnerstagabend war Premiere im Schlosstheater an der Melchersstraße.

Tatsächlich erhalten alle Frauen ab dem 50. Lebensjahr Post in Sachen Brustkrebsfrüherkennung. Bis zum 69. Lebensjahr werden sie alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung der Brust eingeladen. Die Einladung zum Mammographie-Screening überbringt der Filmspot-Postbote im Auftrag des Referenzzentrums Mammographie in Münster.

Dessen Leiter Prof. Dr. Walter Heindel, quasi Absender der „Gib acht auf dich“-Aufforderung und zugleich Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Münster, weist darauf hin, dass mit zunehmendem Alter das Brustkrebsrisiko steigt. 17 500 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Erkrankung.

Seit mehr als zehn Jahren gibt es das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm, um die Sterblichkeit an Brustkrebs zu verringern. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Früherkennungsprogramms als Regelleistung.

Das Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum ist eines der fünf Referenzzentren in Deutschland und seit 2005 für das Mammographie-Screening in Nordrhein-Westfalen zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Koordination, Qualitätssicherung, Evaluation und wissenschaftliche Begleitung des Programms.

Die Screening-Einheiten Münster-Nord/Warendorf an der Königstraße und Münster-Süd/Coesfeld im Clemenshospital am Düesbergweg laden Frauen im Rahmen der Regelversorgung zur Früherkennung ein.

Deutschlandweit kümmern sich 95 Screening-Einheiten an rund 400 Standorten um das Mammographie-Screening; in NRW gibt es 22 Einheiten an 85 Standorten. Pro Screeningrunde nehmen in NRW mehr als 1,3 Millionen Frauen teil, das entspricht einer Teilnahmerate von etwa 55 Prozent.

In Screening-Folgerunden ist inzwischen bei etwa 80 Prozent aller erkrankten Frauen nur die Brust betroffen, und es liegen keine Tumorabsiedlungen in den Achsel-Lymphknoten vor.

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