Eichenprozessionsspinner
Kampf gegen die Raupen: Zu wenig Geld im Etat 2020

Münster -

Satte 1,3 Milliarden Euro umfasst der münsterische Haushalt für das Jahr 2020. Doch für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners – für viele, sehr viele Münsteraner das Ärgernis in diesem Sommer – hatte die Stadt gerade einmal 50.000 Euro vorgesehen. Das sorgte im Umweltausschuss für reichlich Unmut.

Mittwoch, 02.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 03.10.2019, 13:32 Uhr
Aufwendige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vom Hubsteiger aus
Aufwendige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vom Hubsteiger aus Foto: Matthias Ahlke

Der Eichenprozessionsspinner hat im Sommer 2019 viele Münsteraner in Atem gehalten – „und die Stadtverwaltung hat nicht die Traute, für die erforderlichen Maßnahmen das erforderliche Geld in den Haushalt 2020 einzustellen“.

Mit diesem Kommentar traf der GAL-Ratsherr Gerhard Joksch am Dienstagabend die Stimmung in der Sitzung des Umweltausschusses.

Es herrschte allgemeines Kopfschütteln angesichts der Tatsache, dass in dem 1,3 Milliarden Euro umfassenden städtischen Budget 2020 gerade einmal 50.000 Euro für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners enthalten sind. Die Haare der Larven, die bei Berührung mit der menschlichen Haut allergische Reaktionen auslösen können, hatten sehr viele Einsätze der Stadt zwecks Entfernung entsprechender Nester ausgelöst.

Plan: Haushaltsmittel deutlich aufzustocken

Nach Auskunft des städtischen Försters Hans-Ulrich Menke waren im Sommer bis zu acht Hubsteiger-Trupps im Einsatz. In Folge des Klimawandels und der immer stärkeren Verbreitung des Eichenprozessionsspinners rechnet Menke auch in den kommenden Jahren mit Problemen.

Joksch kündigte für das schwarz-grüne Ratsbündnis an, dass es im Rahmen der Haushaltsberatungen die Haushaltsmittel deutlich aufstocken werde. Die Stadt wird beispielsweise immer dann aktiv, wenn Nester an Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen entdeckt werden.

Stadtförster Menke geht von einer Kostensteigerung bei den Einsätzen aus, die an Fremdfirmen vergeben werden. Zum einen sei der Aufwand sehr groß, zum anderen aber auch die Nachfrage bei entsprechenden Anbietern.

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