Steuerungsgruppe sucht Mitstreiter
Stadt des Fairen Handels: Münster will es wissen

Münster -

Münster belegt beim Wettbewerb um die „Hauptstadt des Fairen Handels“ in diesem Jahr unter 100 Städten den zweiten Platz. Jetzt will es die Steuerungsgruppe wissen und peilt als Ziel die Spitzenposition an.

Donnerstag, 03.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 03.10.2019, 13:53 Uhr
Michael Radau (6.v.l.) und Oberbürgermeister Markus Lewe (7.v.l.) freuen sich mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe „Fairtrade – Stadt Münster“ über den zweiten Platz beim diesjährigen Wettbewerb.
Michael Radau (6.v.l.) und Oberbürgermeister Markus Lewe (7.v.l.) freuen sich mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe „Fairtrade – Stadt Münster“ über den zweiten Platz beim diesjährigen Wettbewerb. Foto: gh

Der zweite Platz im Wettbewerb um die „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ sei schon sehr gut und „kam doch auch überraschend“, freut sich Michael Radau. Auch mit dem Preisgeld von 40.000 Euro sind die Mitglieder der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt Münster“ zufrieden. Radau, Sprecher dieser 16-köpfigen Gruppe, erhofft sich mit dem Gewinn künftig mehr Motivation für die Arbeit in nächster Zeit. Denn Münster will es wissen und möchte im Jahr 2021 noch besser werden. Dann hofft die Stadt auf einen Platz an der Spitze der Bewerber.

„Hauptstadt des Fairen Handels“ möchte Münster werden. Das sei aber nicht das primäre Ziel, betont Radau. Der Steuerungsgruppe gehe es in erster Linie darum, „dass der Umgang mit fair gehandelten Produkten selbstverständlich werde“. Fair bedeute aber auch mehr als nur Kaffee, Tee und Kakao, wie vielfach behauptet werde.

Dass Münster unter 100 Bewerbern um den Titel in diesem Jahr an zweiter Stelle liegt, zeige, dass die Vernetzung richtig sei, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe und lobt das Engagement. „Dass Münster so erfolgreich ist, hat auch viel damit zu tun, dass sie als Ehrenamtliche für das Thema brennen.“ Immerhin darf Münster seit 2011 das Qualitätssiegel Fairtrade-Stadt führen.

Schätzungsweise dürften nach Angaben der Steuerungsgruppe weit über 100 Geschäfte in Münster Waren mit dem Fairtrade-Sieger haben. Die Gastronomie ist eingestiegen. Schätzungsweise beschäftigen sich 20 bis 25 Gruppen mit dem fairen Handel, ebenso Schulen, Vereine und viele Initiativen.

Viele Vorschläge auf dem Tisch

Die Steuerungsgruppe möchte in den nächsten zwei Jahren weiter Überzeugungsarbeit leisten. Angestrebt werden jetzt Gespräche mit Schulen und Kindergärten. Eine Menge Vorschläge liegen schon auf dem Tisch. In jedem Fall will die Stadt Vorbild sein, sagt Georg Knipping, stellvertretender Sprecher der Steuerungsgruppe, in der unter anderem Vertreter des Einzelhandels, der Gastronomie, der Universität, aus Unternehmen, des Bistums, von Eine-Welt-Gruppen und der Verwaltung sitzen.

In jedem Fall möchte Münster noch mehr Gesicht zeigen für den fairen Handel. Der Stadtteil Hiltrup ist dabei ein Vorreiter, dort haben sich Faitrade-Schulen und Kitas bereits als solche anerkennen lassen und sind im Zertifizierungsverfahren.

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