Bundesweiter Auftakt in Münster
Missio-Monat: „Wir sollten dankbarer sein“

Münster -

Zum ersten Mal seit 41 Jahren wurde der deutschlandweit begangene „Missio-Monat“ wieder in Münster eröffnet. Alle Christen hätten die Aufgabe, das Evangelium zu verkünden und sich für die Bewahrung der Schöpfung in die Pflicht nehmen zu lassen, betonte Bischof Dr. Felix Genn.

Sonntag, 06.10.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 18:48 Uhr
Zahlreiche Gäste aus der Beispielregion Nordost-Indien feierten den Gottesdienst mit Bischof Felix Genn (hinten l. mit Mitra)
Zahlreiche Gäste aus der Beispielregion Nordost-Indien feierten den Gottesdienst mit Bischof Felix Genn (hinten l. mit Mitra) Foto: Matthias Ahlke

Es ist das zweite viel zu trockene Jahr in Folge. Deutlich wie selten zuvor erleben die Menschen im Bistum Münster ihre Abhängigkeit von Wetter und Ernte – was für die Bevölkerung im Nordosten Indiens nichts Neues ist. Die Schöpfung zu bewahren und für ihre Gaben dankbar zu sein, sei darum Aufgabe aller Christen weltweit, betonte Bischof Dr. Felix Genn in seiner Predigt. Erntedank und Mission gehörten zusammen, ob im Münsterland oder in der diesjährigen Beispielregion des katholischen Hilfswerks Missio.

Mit dem Erntedankfest „Mission Leben“ auf dem Domplatz wurde der bundesweite Missio-Monat eröffnet. Der Auftakt findet jährlich in einer anderen deutschen Diözese statt. Münster war zuletzt vor 41 Jahren an der Reihe. Auch deshalb hatte die Open-Air-Veranstaltung für das Bistum einen hohen Stellenwert: Eine vergleichbare Öffentlichkeit gab es zuletzt beim Katholikentag 2018.

Bundesweite Eröffnung des Monats der Weltmission auf dem Domplatz

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Dem weltkirchlichen Gottesdienst, an dem auch zahlreiche prominente Gäste aus Nordost-Indien, ein großer Projektchor (aus Jungem Chor Stadtlohn, der Vokal-AG der Canisiusschule Ahaus und dem Projektchor an St. Mariä Himmelfahrt Ahaus) sowie die mitreißende Sängerin Judy Bailey mit ihrer Band beteiligt waren, folgte am Nachmittag ein Fest mit Information, Musik und Begegnung auf dem Domplatz. Es hätte sicher mehr Zulauf erfahren, wäre es nicht so kalt gewesen.

Ein Großteil der etwa 1000 Gläubigen begab sich direkt nach dem Gottesdienst zu den Essensständen oder gleich in den wärmeren Dom, dessen Paradies-Portal – eigentlich wegen Renovierung geschlossen – extra für diesen Anlass geöffnet worden war. Im Kreuzgang wurde eine Missio-Ausstellung über „Christen in Gefahr“ gezeigt, auf dem Domplatz informierte der Missio-Truck über Flüchtlinge in Afrika; Landvolk, Landjugendbewegung und Sternsinger stellten ihre Arbeit vor.

Stephanie Heinrich moderierte einige Gesprächsrunden – etwa mit Pfarrer Dirk Bingener, dem neuen Präsidenten von „Missio Aachen“. „Unser Auftrag als Kirche ist einfach und schwierig zugleich“, sagte er: „Es gilt, mit langem Atem Not und Leid zu lindern, Perspektiven zu eröffnen und so zu zeigen, wie Gott ist.“ Die Kirche in Nordost-Indien sei ein vorbildlicher Partner in der Verbindung von Seelsorge und Sozialarbeit. Assam-Tee, die Spezialität der Region, verbinde die Menschen in beiden Teilen der Welt. Er sei ein „Zeichen für Geschmack am Leben“.

Für die Ernte 2019 könne man in Münster in der Tat dankbar sein, sagte Susanne Schulze Bockeloh, die Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbands, am Rande des Erntedankfestes. Die Getreideernte sei in Anbetracht des trockenen Wetters zufriedenstellend gewesen. Nur die Grasernte war vergleichsweise wenig ergiebig – ein Problem für die münsterischen Milchviehhalter, deren Futter-Vorräte zur Neige gingen.

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