Mehr Raum für Frühchen
St.-Franziskus-Hospital plant neue Frühchenstation

Münster -

Das St.-Franziskus-Hospital plant eine neue Frühchenstation. Sie soll deutlich größer werden als die bisherige – und insbesondere die Bindung zwischen Kindern und Eltern fördern. Dafür geht die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ in eine neue Runde.

Mittwoch, 09.10.2019, 09:00 Uhr
Deutlich zu klein ist die Frühchenstation des St.-Franziskus-Hospitals, zumal das „mehr Raum für Nähe“ schaffen will. Darauf freuen sich (v.l.) Chefarzt Dr. Thomas Frank, Geschäftsführer Klaus Abel, Stationsleitung Maria Sturm und Oberärztin Dr. Meike Franssen.
Deutlich zu klein ist die Frühchenstation des St.-Franziskus-Hospitals, zumal das „mehr Raum für Nähe“ schaffen will. Darauf freuen sich (v.l.) Chefarzt Dr. Thomas Frank, Geschäftsführer Klaus Abel, Stationsleitung Maria Sturm und Oberärztin Dr. Meike Franssen. Foto: Matthias Ahlke

Maria Sturm erinnert sich noch gut an den letzten Umzug der Frühchenstation des St.-Franziskus-Hospitals. „Es war alles so neu und riesig“, blickt sie zurück. Doch das sei rund 27 Jahre her – und die Station, die sie inzwischen mit ihrer Kollegin Christiane Buhne leitet, heute viel zu klein. Das soll sich ändern: Das „Franziskus“ plant eine neue Frühchenstation – und damit ein neues Kapitel der Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“.

Vier Bauabschnitte sind insgesamt für die Modernisierung und Erweiterung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin vorgesehen. Der erste ist bereits geschafft: Seit Jahresbeginn genießen Kinder zwischen drei und 17 Jahren und ihre Eltern „mehr Raum für Nähe“ auf ihrer neuen Station. Dadurch habe sich die Versorgung deutlich verbessert, freut sich Dr. Michael Böswald, Zentrumsleiter der Kinder- und Jugendmedizin. Möglich gemacht hätten den Umbau in dieser Qualität nur die Spenden.

Knappe Vervierfachung der Größe

Darauf hofft die Klinik auch für den zweiten Bauabschnitt. Dieser sieht eine Vergrößerung der Fläche für die Neugeborenen-Intensivmedizin von 346 auf 1640 Quadratmeter vor, „fast eine Vervierfachung“, wie Klinik-Geschäftsführer Klaus Abel betont. Kurze Wege soll nicht nur der Umzug ins zweite Obergeschoss direkt neben die Wöchnerinnenstation garantieren, sondern auch das mit Ärzten und Pflegern optimierte Raum- und Gestaltungskonzept.

Das zielt vor allem darauf ab, die Bindung zwischen Kindern und Eltern – und damit auch die Genesung – zu fördern. Ein innovativer Ansatz, erklären Dr. Thomas Frank, seit Oktober neuer Chefarzt der Klinik für Neugeborenen-Medizin (Neonatologie) und Kinderintensivmedizin, und seine ebenfalls neue ständige Vertreterin, Oberärztin Dr. Meike Franssen. Dafür werden im Intensiv- wie Nachintensiv-Bereich mit je zwölf Betten spezielle Mutter- sowie Eltern-Kind-Zimmer, ein Still-Zimmer und ein Familien-Ruheraum zur Verfügung stehen.

Auf Spenden angewiesen 

Der Baubeginn ist für Sommer 2020, die Inbetriebnahme Ende 2021 vorgesehen. Die Umbaukosten betragen rund 4,5 Millionen Euro. 3,25 Millionen Euro wird das Hospital selbst aufbringen. „Für die besondere, familienfreundliche Raumgestaltung und spezielle Ausstattung brauchen wir allerdings noch Spenden in Höhe von 1,25 Millionen Euro“, sagt Abel. Davon fehlten noch rund 780 000 Euro, die die Spendenkampagne unter dem Motto „Bewirken Sie Großes für unsere Kleinsten“ aufbringen soll.

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