Junho Cho stellt im Theater aus
Die Leinwand als Bühne

Münster -

Seine Bilder erzählen Geschichten. Mit seiner virtuosen zeichnerischen und malerischen Kunstfertigkeit bringt Junho Cho Figuren und Szenen auf die Leinwand, als stellte er sie auf eine Bühne. Das Theater ist daher ein idealer Ort für die Gemälde des münsterischen Künstlers, der zur Ateliergemeinschaft Hoppengarten gehört.

Donnerstag, 10.10.2019, 20:04 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 20:20 Uhr
„Zuflucht“ heißt dieses Gemälde von Junho Cho, das die Flüchtlingsthematik aufgreift.
„Zuflucht“ heißt dieses Gemälde von Junho Cho, das die Flüchtlingsthematik aufgreift. Foto: Gerhard H. Kock

Junho Cho stellte im Theater aus

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Seine ruhigen, stillen Gemälde zeigen oft eine eingefrorene Dramatik. In seiner „Zuflucht“ trägt ein Titan, halb Atlas halb Christophorus, einen Fleischberg. Auf dem Schwein sitzt verkehrt herum ein kindischer Abenteurer, und dessen kleiner Kompagnon trötet der Zukunft die Zunge entgegen – Motive wie aus der Bilderwelt des Pieter Bruegel.

Denn bei aller ästhetischen Lieblichkeit zeigen die Motive Tiefgründiges – sei es Melancholie, sei es Absurdes, sei es die Brutalität der Wirklichkeit. Oft finden sich Langohren auf dem Bild; doch bei Cho schaut das Symbol der Fruchtbarkeit den Betrachter fragend an – mal der verrückte Märzhase, mal das weiße Kaninchen, das nicht zur Ruhe kommt, – aber immer im Wunderland.

Cho bedient sich literarischer, archaischer und biblischer Bilder. Sein Schaf-Heiliger beispielsweise trägt im Korb zwei Fische und eine Handvoll Brote. Der Verweis auf die „wundersame Brotvermehrung“ hinterfragt ironisch ein magisches Denken, das sich unter den „Schafen“ allzu oft einstellt.

Cho wurde unter anderem mit dem Lucas-Cranach-Preis 2011 ausgezeichnet und erhielt 2010 in Paris den „Grand Prix of Young Artist“.

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Die Ausstellung ist bis zum 29. Oktober im Theater zu sehen.

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