Museen der Universität
Uni sucht neue Bauleitung

Münster -

Die Museumsmeile der Universität an der Pferdegasse bleibt vorerst unvollständig. Während Archäologie- und Bibel-Museum im Dezember nach Sanierung öffnen, bleibt im Geomuseum noch viel zu tun.

Freitag, 18.10.2019, 20:00 Uhr
Das künftige Geomuseum, rechts im Bild, wird weiter saniert. Die Universität plant die Eröffnung nun für 2021.
Das künftige Geomuseum, rechts im Bild, wird weiter saniert. Die Universität plant die Eröffnung nun für 2021. Foto: Oliver Werner

Vor Ende des Jahres wird die kleine Museumsmeile der Universität, wie berichtet [MZ+], zu zwei Dritteln fertig sein. Während das Archäologische Museum und das Bibelmuseum ab dem 13. Dezember Besucher empfangen, ringt die Universität auf der dritten und größten Baustelle an der Pferdegasse weiter um die Fertigstellung ihres Geomuseums.

Wie ein Sprecher der Universität bestätigte, hat sich die Hochschule inzwischen von dem mit der Bauleitung und der Ausstellungs-Umsetzung beauftragten Architekturbüro getrennt. „Beide Aufträge werden nun neu ausgeschrieben“, erklärt Uni-Sprecher Robers, der bedauert, dass beim Geomuseum weiterhin keine schnelle Fertigstellung in Sicht ist.

Sanierung seit zwölf Jahren

Allerdings seien die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass die Umbauarbeiten an der 300 Jahre altem Landsberg­schen Kurie im nächsten Jahr abgeschlossen sein werden und das Museum im Laufe des Jahres 2021 auch fertig eingerichtet werden könne. Rund elf Millionen Euro eigener Mittel werde die Universität dann voraussichtlich in das Projekt investiert haben, so Robers. Mit gut sechs Millionen Euro war ursprünglich gerechnet worden. Mittlerweile dauert die Sanierung des Museumsbaus seit zwölf Jahren an.

Die Präsentation des Prunkstücks der Sammlung, des gewaltigen Skeletts des Ahlener Mammuts, sei „das kleinste Problem“, so Robers. Das fertig restaurierte Skelett könne im Handumdrehen aufgebaut werden.

Zwischen Museen pendeln

Wenn das Geo-Museum einst öffnet, soll es – wie auch das Archäologische und das Bibelmuseum – täglich von 10 bis 18 Uhr, an jedem zweiten Freitag wie das benachbarte Landesmuseum bis 22 Uhr geöffnet bleiben, sodass Besucher zwischen den Museen hin- und herpendeln können.

Die Ausstattung mit Aufsichtspersonal will die Universität aus eigenen Mitteln realisieren. Während im Archäologie-Museum auf der bald verdoppelten Ausstellungsfläche viele große Exponate gezeigt werden können, für die vorher kein Platz war, kann auch das Bibelmuseum, eines von acht deutschlandweit, zum ersten Mal die rund 650 altsprachlichen Bibeln der Sammlung Remy präsentieren.

Schirmherr des Bibelmuseums, das vom Institut für Neutestamentliche Textforschung der evangelisch-theologischen Fakultät betreut wird, ist übrigens der Bundespräsident. Den Besuch Frank Walter Steinmeiers erwartet die Universität zu einem späteren Zeitpunkt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7009074?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker