„Tag der offenen Tür“ beim DMB Mieterverein
100 Jahre Mieterschutz

Münster -

Der DMB Mieterverein lud am Samstag zu einem „Tag der offenen Tür“. Anlass war dessen 100-jähriges Bestehen. Heute hat der Verein 9000 Mitglieder, seine Vertreter sprechen von einer „Solidargemeinschaft“.

Sonntag, 20.10.2019, 20:00 Uhr
In den eigenen Räumen trafen sich die Mitarbeiter des Mietervereins und empfingen Besucher. Auch der Vorsitzende, Hubert Berning (l.), und Geschäftsführerin Jutta Pollmann (r.) waren dabei.
In den eigenen Räumen trafen sich die Mitarbeiter des Mietervereins und empfingen Besucher. Auch der Vorsitzende, Hubert Berning (l.), und Geschäftsführerin Jutta Pollmann (r.) waren dabei. Foto: klm

Ein Jahr lang kann sich Christian Gorzel vom DMB Mieterverein Münster und Umgebung beraten lassen. Der 53-Jährige hatte am Samstag Glück und zog bei der Tombola am Tag der offenen Tür den Hauptpreis. Grund zur Beratung hat er, wie er sagt: Für eine Zweitwohnung habe er eine Kostenerhöhung mit Verweis auf den Mietspiegel und das ortsübliche Mietniveau bekommen. Nun will er sich erkundigen. „Die Wohnung ist nicht in einem Zustand, dass man von einem ortsüblichen Durchschnitt sprechen könnte“, ist er sicher.

Den Tag der offenen Tür bot der Mieterverein anlässlich seines 100-jährigen Bestehens an. Ins Büro an der Scharnhorststraße, das die drei Juristen und sechs weiteren Angestellten Anfang Januar bezogen haben, kamen „einige Leute“, die den Verein kennenlernen wollten, manche hätten Unterlagen für die Mitgliedschaft mitgenommen, erklärte der Vorsitzende Hubert Berning am Nachmittag. Der Tag sei zugleich dafür gedacht, dass Mitarbeiter und Vereinsmitglieder das Jubiläum zusammen feierten – mit einem kleinen Buffet. „Es sind von unseren 9000 Mitgliedern einige Leute gekommen, die schon seit vielen Jahren dem Verein angehören. Wir sind eine Solidargemeinschaft.“

Die Gründe, warum Menschen Rat suchen, sind vielfältig und können von Wohnungsmängeln über Haftungsfragen bis hin zur Wohnungskündigung reichen. Dem Mieterverein sei selbst einmal, am vorherigen Sitz an der Königsstraße, nach vielen Jahren wegen Renovierungsbedarfes des Hauses gekündigt worden, erzählte Berning. „Das hat uns schlaflose Nächte bereitet.“ Auch für den Mieterverein habe es bei der Bürosuche nicht gleich Zusagen gegeben. An der Scharnhorststraße sei man schließlich an einen sehr kooperativen Vermieter geraten.

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