Prozess um Überfall auf „Burger King“
Beschuldigter zahlt Schmerzensgeld

Münster -

Der Prozess um den Überfall auf die „Burger King“-Filiale an der Steinfurter Straße wurde am Dienstag fortgesetzt. Auf der Anklagebank sitzen ein 26-jähriger Münsteraner und ein 20-jähriger Mann aus Nordwalde.

Dienstag, 29.10.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 29.10.2019, 18:55 Uhr
 
  Foto: Rieke Tombült

Im Strafverfahren um den Überfall auf die „Burger King“-Filiale an der Steinfurter Straße wurde im jüngsten Prozesstermin ein zusätzliches Tatgeschehen verhandelt.

Am 10. März dieses Jahres wurden die beiden Angeklagten – ein 20-jähriger Mann aus Nordwalde und ein 26-jähriger Münsteraner – sowie zwei weitere Täter bei dem Versuch, mit Brechstangen in einen Handyladen an der Wolbecker Straße einzusteigen, von der Polizei festgenommen. Ob einer der Beteiligten diese Tat maßgeblich steuerte, ließ sich im Termin vor der 3. Strafkammer des Landgerichts Münster nicht feststellen.

Der 20-Jährige, der als Fahrer während der Ausführung in Tatortnähe im Auto gewartet haben soll, hatte in seiner Vernehmung bei der Polizei ausgesagt, dass „alle sehr heiß auf die Sache” gewesen seien. Der Nordwalder, der beim Überfall auf das Schnellrestaurant im Februar 2019 eine Frau mit einer Softair-Pistole bedroht haben soll, hatte sich bei der Frau um eine Schadenswiedergutmachung bemüht und im Vorfeld des Prozesstages 4000 Euro Schmerzensgeld überwiesen. Der Vorsitzende verlas eine E-Mail der Geschädigten, die infolge der Tat neben den seelischen auch finanziellen Belastungen ausgesetzt ist. In ihrer Erklärung äußerte sie die Hoffnung, mit der Zahlung das Geschehene – zumindest ohne Geldsorgen – hinter sich lassen zu können. „Tätern ist nicht klar, was solch eine Tat anrichten kann“, so die Geschädigte.

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