Deutsche Post stellt „Cubicycles“ vor
Mehr Briefe mit dem Rad

Münster -

Sie sind wendig und sollen die Zustellung von Post klimafreundlicher machen: die Cubicycles. Seit dieser Woche fahren zwei der elektrisch unterstützten Fahrräder samt Ladebox durch Münster, um Briefe und Pakete zu befördern.

Dienstag, 05.11.2019, 19:00 Uhr
Auch Oberbürgermeister Markus Lewe zeigt sich von der Geschwindigkeit und Wendigkeit der Cubicycles überrascht. Für ihn ist der teilweise Umstieg von Postautos auf Fahrräder „ein Stück mehr Lebensqualität für Münster“.
Auch Oberbürgermeister Markus Lewe zeigt sich von der Geschwindigkeit und Wendigkeit der Cubicycles überrascht. Für ihn ist der teilweise Umstieg von Postautos auf Fahrräder „ein Stück mehr Lebensqualität für Münster“. Foto: Teresa Walter

Sie sind gelb, wendig und sollen die Zustellung von Post klimafreundlicher machen: die Cubicycles. Seit dieser Woche fahren zwei der elektrisch unterstützten Fahrräder inklusive Ladebox auch in Münster, um Briefe und Pakete zu befördern.

„Wir wollen das Thema E-Mobilität in Münster nach vorne bringen“, erklärt Ingo Kutsch, Leiter der Deutschen-Post-Niederlassung Greven-Reckenfeld. Deshalb habe man in die zwei Gefährte investiert – insgesamt rund 20 000 Euro.

Bis 2050 will die Post emissionsfrei sein

Gemeinsam mit den Investitionen in zusätzliche elektrische Postautos, die nächstes Jahr in Betrieb genommen werden sollen, sei dies eine Maßnahme, um das Ziel der Deutschen Post zu erreichen: emissionsfrei bis 2050.

Ausgestattet mit Seitenspiegeln und Blinkern sollen die Cubicycles vor allem in der Innenstadt in besonders engen Straßen genutzt werden. Dort erhielten viele Postboten bisher Knöllchen für das Falschparken mit ihrem Postauto, insbesondere, weil es dort nicht ausreichend Haltemöglichkeiten gebe, so Zusteller Frank Grewe.

Er ist überzeugt, dass die Cubicycles die Situation für die Postboten vereinfachen werden. Denn mit einer Breite von 86 Zentimetern könnten die Cubicycles auf dem Radweg fahren und seien einfacher abzustellen als Pkw.

Wegen ihrer geringen Größe haben sie allerdings auch „nur“ eine Ladekapazität von rund 40 Paketen (DHL-Fahrzeug: 200 Pakete) und müssten drei bis vier Mal mit Paketen und Briefen nachbefüllt werden.

Die Post wünscht sich zusätzliche Boxen in der Innenstadt

Um dieses Auffüllen ergiebiger zu machen, wünscht sich Bernd Bohnes, Vertriebsdirektor der Deutschen Post, von Oberbürgermeister Markus Lewe die Einrichtung von Ladedepots in der Innenstadt, in denen die Lieferung lagert, bis der Postbote sie abholt. Lewe zeigt sich grundsätzlich offen, betont allerdings auch die strengen Vorschriften zur Gestaltung der Altstadt. Das Aufstellen von Boxen in der Innenstadt sei deshalb nicht ganz einfach.

Nach einer Testphase will die Deutsche Post im Vertriebsgebiet Münster über einen Ausbau der Cubicycle-Flotte beraten.

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