Kreisversammlung des DRK-Verbandes Münster
Rotes Kreuz im Wandel

Münster -

Vieles ändert sich aktuell beim münsterischen Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), allen voran an der Spitze: Mit Hannelore Böhnke-Bruns ist seit Anfang des Monats eine neue hauptamtliche Vorstandsvorsitzende im Amt. Bei der Kreisversammlung im DRK-Haus stellte sie sich nun den Mitgliedern vor.

Samstag, 09.11.2019, 17:00 Uhr
Die neue Vorstandsvorsitzende Hannelore Böhnke-Bruns (3.v.r.) mit dem Präsidium (v.l.): Caroline Mensing, Klaus Mausbach, Marc Niestert, Hartmut Ständer, Silke Schneider- Wild, Christiane Axnich, Carsten Hermes, Marco Weißke, Constantin Raves, Marion Dahlmann und Mareike Venherm.
Die neue Vorstandsvorsitzende Hannelore Böhnke-Bruns (3.v.r.) mit dem Präsidium (v.l.): Caroline Mensing, Klaus Mausbach, Marc Niestert, Hartmut Ständer, Silke Schneider- Wild, Christiane Axnich, Carsten Hermes, Marco Weißke, Constantin Raves, Marion Dahlmann und Mareike Venherm. Foto: Julian Alexander Fischer

Hannelore Böhnke-Bruns beerbt Gudrun Sturm, die den Posten acht Jahre lang ausübte und in diesem Jahr den Vorsitz des Berliner Landesverbandes übernommen hat. Böhnke-Bruns verfügt bereits über viel Erfahrung im Sozialbereich. Zuletzt leitete sie den Unternehmensbereich Nord beim Sozialwerk St. Georg.

Auch zum Roten Kreuz habe sie eine persönliche Verbindung: „Meine Familie hat einen im Krieg vermissten Verwandten über den DRK-Suchdienst finden können. Von dem Dienst profitieren heute auch minderjährige Geflüchtete, die ihre Eltern suchen. Daran sieht man, dass das Rote Kreuz für alle Generationen da ist. Was wir tun, ist nun wichtiger denn je.“

Große Veränderungen

Neu im Präsidium ist zudem der Rechtsanwalt Constantin Raves, der fortan als Justiziar fungiert. Andere Positionen des Gremiums bleiben zunächst noch unbesetzt, bis geeignete Personen gefunden werden.

Große Veränderungen gab es auch bei den Finanzen. 2018 schrieb der Kreisverband im Tagesgeschäft erstmals rote Zahlen, nur durch die Auflösung von Rückstellungen konnte dennoch ein Gewinn erwirtschaftet werden.

Hohes Minus erwartet

Noch schlechter sieht die Prognose für 2020 aus. Dort wird mit einem Minus von 85 000 Euro kalkuliert. Wesentliche Gründe dafür sei die verminderte Nachfrage nach Angeboten für Geflüchtete sowie eine deutliche Mieterhöhung für das DRK-Haus. Durch die Eröffnung zweier Kindertagesstätten steigen zwar die Umsätze weiter an, die Betriebskosten seien aber ebenfalls sehr hoch.

„Wir sind in den letzten Jahren schnell gewachsen, die Strukturen sind nicht in gleichem Maße mitgewachsen. Jetzt lautet die Maßgabe: höhere Erträge. Sonst müssen möglicherweise Teilbereiche aufgelöst werden“, mahnte Präsidentin Silke Schneider-Wild.

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