Hacker-School
Im „Dahinter“ des Computers

Münster -

Wie funktionieren Computer, wie das Programieren? Am Wochenende haben Jugendliche bei der „Hacker-School“ erste Einblicke gewonnen.

Montag, 11.11.2019, 09:30 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 09:40 Uhr
Die Programmier-Befehle wurden per Computer eingegeben und dann auf die Microbits übertragen. Trainerin Pia Diedam (hinten links) half bei Problemen.
Die Programmier-Befehle wurden per Computer eingegeben und dann auf die Microbits übertragen. Trainerin Pia Diedam (hinten links) half bei Problemen. Foto: Anna Girke

Früh übt sich - das gilt auch für angehende Informatiker und IT-Begeisterte. Deswegen sammelten am vergangenen Wochenende 19 Jugendliche bei der „Hacker School” aus Hamburg erste Programmier-Erfahrungen. Am Samstag wurden die Grundlagen vermittelt, am Sonntag war die eigene Kreativität gefragt: Schritt für Schritt lernten die Elf- bis 15-Jährigen, eine Website zu bauen oder einen Mini-Computer zu steuern. „Wir wollen hier Hilfe zur Selbsthilfe geben”, erklärt Christian Frieler. Der IT-Berater bei „viadee” ist einer der Trainer, denn die „Hacker School” kooperiert bei ihren Angeboten mit verschiedenen lokalen IT-Firmen. Ergänzend zur Schule soll interessierten Jugendlichen ein praktischer Zugang zur Informatik gegeben werden: Das Ziel des Angebots sei es, so Frieler, dass „Dahinter” eines Programmes oder Computers kennenzulernen und es mit eigenen Ideen zu verändern.

Gerade die Microbits, kleine Ein-Platinen-Computer aus Großbritannien, weckten die Kreativität der Jugendlichen. Nachdem sie die verschiedenen Funktionen wie das Messen der Temperatur, Kipp-Sensoren und den Kompass erkundet hatten, programmierten sie die Bildanzeige aus LEDs eigenständig so, dass verschiedene Symbole angezeigt wurden.

Doch nicht alle Teilnehmer waren Neulinge auf dem Gebiet. „Das Niveau ist heterogen. Einige haben heute ihren ersten Informatik-Kontakt, bei anderen steht der selbstprogrammierte Lego-Roboter schon zu Hause”, sagt Frieler. Für Trainerin Pia Diedam ist das keine Schwierigkeit, sondern eine Chance: „Die Jugendlichen können sich jetzt austauschen und helfen, ihre eigenen Projekte dann aber anspruchsvoller gestalten”. Denn die Hauptsache sei der Spaß an der Sache – egal ob Informatik-Anfänger oder Fortgeschrittener.

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