Fachkräftemangel
Apotheken fehlen Fachkräfte

Münster -

Neun Monate lang hat Apothekeninhaber Tilo Schneider-Bernschein gesucht, bis er einen Mitarbeiter gefunden hatte. Und das in Münster. Woanders ist der Fachkräftemangel noch schlimmer.

Mittwoch, 13.11.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 12:21 Uhr
 
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Neun Monate lang hat Apothekeninhaber Tilo Schneider-Bernschein gesucht, bis er einen Mitarbeiter gefunden hatte. Der Fachkräftemangel macht den Apotheken vor Ort zu schaffen.

Die Bundesarbeitsagentur stuft Apotheker als Engpassberuf ein. Dabei befindet sich die Apotheke von Tilo Schneider-Bernschein in der Universitätsstadt Münster, dem einzigen Standort in Westfalen-Lippe, an dem Pharmazie gelehrt wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Im ländlichen Raum ist die Suche noch schwieriger“, weiß Schneider-Bernschein von Kollegen. Viele Apotheker werben mit Gehältern über Tariflohn, mit flexiblen Arbeitszeiten oder Dienstfahrzeugen um Mitarbeiter. Die Arbeitslosenquote bei den Pharmazeuten liegt bei 1,7 Prozent; ab einer Quote von unter drei Prozent spricht die Bundesarbeitsagentur von einem Mangelberuf.

Laut Apothekenklimaindex, einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), rechnen drei Viertel der Apothekeninhaber bei einer Stellenausschreibung nur mit einem Bewerber. Zwar sinke die Zahl der Apotheken seit dem Jahr 2000. Zugleich aber steige die Zahl der Angestellten pro Apotheke. „Wir werden auch in den kommenden Jahren in Westfalen-Lippe mehr statt weniger approbierte Mitarbeiter benötigen“, warnt Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe.

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