Einfahrt auf die Hammer Straße
Polizei prüft Unfallstelle

Münster -

An der Einfahrt der Trauttmansdorffstraße auf die Hammer Straße kommt es häufig zu gefährlichen Situationen. Nach einem neuerlichen Unfall wird nun geprüft, ob weitere Sicherungsmaßnahmen für Radfahrer notwendig sind.

Freitag, 15.11.2019, 08:00 Uhr
Unmittelbar bevor Autofahrer von der Trauttmansdorffstraße in die Hammer Straße einfädeln können, kreuzt ein Radweg die Spur. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen.
Unmittelbar bevor Autofahrer von der Trauttmansdorffstraße in die Hammer Straße einfädeln können, kreuzt ein Radweg die Spur. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Foto: kb

Die Einfahrt der Trauttmansdorffstraße in die Hammer Straße wird demnächst von Polizei und Ordnungsamt überprüft. Das teilte der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Ziel des Ortstermines sei es, mögliche Risiken für Fahrradfahrer an dieser Stelle ausfindig zu machen. Jüngst hatte sich hier ein Unfall ereignet. Dabei wurde ein 29-jähriger Radler schwer verletzt, weil ein 60-jähriger Autofahrer ihm beim Einfädeln in die Hammer Straße übersehen hatte.

Unfallbericht der Polizei

Am Freitagmittag (8.11.; 13:15 Uhr) fuhr ein Radfahrer aus Hiltrup kommend auf dem Radweg der Hammer Straße in Richtung Innenstadt. In Höhe der Auffahrt von der Trauttmansdorffstraße auf die Hammer Straße missachtete ein 60-jähriger PKW-Fahrer den Vorrang des Radfahrers und erfasste der Radfahrer mit seinem Fahrzeug.

Durch die Wucht der Kollision prallte der 29-jährige Radfahrer auf die Motorhaube und gegen die Windschutzscheibe des PKW. Dabei verletzte er sich am Kopf und an den Beinen, Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus. Es entstand geringer Sachschaden.

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Zahlreiche Beinahe-Unfälle

In Reaktion auf diesen Unfall meldete sich eine regelmäßige Besucherin eines benachbarten Fitness-Studios, dessen Fenster einen direkten Blick auf dieses Areal bieten, bei unserer Zeitung. Sie berichtete von zahlreichen Beinahe-Unfällen an dieser Stelle. Die Stelle ist neuralgisch, weil der stark frequentierte Fahrradweg entlang der Hammer Straße (in Richtung Innenstadt) an dieser Stelle die Beschleunigungsspur kreuzt, welche Autofahrer benutzen, wenn sie sich – von der Trauttmansdorffstraße kommend – in den Verkehr an der Hammer Straße einfädeln wollen.

Stoppschild als Lösung?

Bis 2017 wurden an dieser Stelle wiederholt Unfälle registriert. Im Zuge eines Umbaus wurden laut Vechtel dann aber Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheit für Radler zu erhöhen. So wurde der querende Fahrradweg rot markiert, die Einfädelspur wurde mit Hilfe von Markierungen verengt.

Im Raum steht jetzt die Möglichkeit, an der Stelle ein Stoppschild zu installieren, so dass Autofahrer gezwungen wären, vor dem Einfädeln in die Hammer Straße erst einmal stehen zu bleiben.

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