Urantransporte
Initiativen fordern: "Keine Transporte in Münster"

Münster -

Die Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster sowie das Umweltforum Münster e. V. haben bei Oberbürgermeister Markus Lewe eine Bürgeranregung für den Rat der Stadt unter der Überschrift „Keine Urantransporte von Gronau nach Russland durch Münster“ eingereicht. Zudem bitten sie den OB um ein Gespräch und um die Beantwortung einiger Fragen.

Freitag, 15.11.2019, 11:00 Uhr
Im Oktober rollte ein Urantransportzug von Gronau nach Münster, um weiter nach Russland zu fahren.
Im Oktober rollte ein Urantransportzug von Gronau nach Münster, um weiter nach Russland zu fahren. Foto: Guido Kratzke

So will die Initiative nach eigenem Bekunden wissen, ob die Stadt Münster oder irgendeine der städtischen Behörden in den letzten Jahren zu irgendeinem Zeitpunkt von Urenco, der NRW-Atomaufsicht, der Bundesregierung, der Polizei oder einer sonstigen Stelle vorab über die Durchführung von Atomtransporten durch das Stadtgebiet informiert wurde.

Im Jahr 2011 habe der Stadtrat beschlossen, dass die Stadtwerke Münster bis 2020 auf die Nutzung von Atomstrom verzichten sollen. Die Frage dazu: „Wie ist der aktuelle Stand bei der Umsetzung zu diesem Thema jetzt, kurz vor Ablauf der Neun-Jahres-Frist?“ Seit einigen Jahren steht die Anschaffung von Jodtabletten für Münsters Bevölkerung im Raum, weil Münster nur 70 Kilometer vom AKW Lingen 2 entfernt liegt. Die Initiative will wissen, was hier der aktuelle Sachstand ist. „Wir erwarten vom Stadtrat eine klare Positionierung“ erklärten Harald Nölle vom Umweltforum sowie Matthias Eickhoff von SOFA.

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