Planungsamt präsentiert Vorschläge für Neubaugebiet am Kirschgarten
Wunschliste gut abgearbeitet

Münster-Handorf -

Bei einer Bürgeranhörung informierte das Stadtplanungsamt über Vorschläge zur Gestaltung des Baubaugebietes auf dem ehemaligen Sportgelände am Kirschgarten. Die Entwürfe kamen bei den Bürgern gut an. Sie sind Grundlage für den noch zu erstellenden Bebauungsplan.

Montag, 18.11.2019, 20:00 Uhr
Zahlreiche Bürger waren zu der Informationsveranstaltung über das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Sportgelände gekommen.
Zahlreiche Bürger waren zu der Informationsveranstaltung über das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Sportgelände gekommen. Foto: Marion Fenner

Viele Wünsche haben die Bürger für die Gestaltung des Neubaugebietes am Kirschgarten auf dem ehemaligen Sportgelände bei der ersten Informationsveranstaltung im Februar geäußert. Diese Wünsche haben die Planer des Büros Pesch und Partner aus Dortmund ganz offensichtlich berücksichtigt. Denn als jetzt bei der zweiten – von Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek moderierten – Infoveranstaltung im „Dat Handorfer Huus“ Matthias Blick-Veber und Vivian Thielemann vom Stadtplanungsamt die Entwürfe präsentierten, gab es keine große Kritik.

Baumbestand

Zwei Vorschläge des Planungsbüros stellten die Stadt-Mitarbeiter vor. Sie unterscheiden sich in der Anordnung der Mehrfamilienhäuser und der sogenannten grünen Mitte. Einige unveränderbare Vorgaben enthalten beide Vorschläge. Unter anderem soll der Juffernbach renaturiert werden, erklärte Thielmann. Auch gebe es einen erhaltenswerten Baumbestand. Die Matthias-Claudius-Schule benötige zudem eine neue Turnhalle mit Sportplatz und Pkw-Stellplätzen in unmittelbarer Nähe zu ihrem Standort. Die Halle soll in dem Bereich entstehen, in dem sich derzeit noch das Bürgerbad befindet. Platz für ein rund 4000 Quadratmeter großes Regenrückhaltebecken musste ebenfalls berücksichtigt werden.

Weitere Zutaten, die wir den Planern mit auf den Weg gegeben haben, waren die Wünsche der Bürger.

Matthias Blick-Veber

„Weitere Zutaten, die wir den Planern mit auf den Weg gegeben haben, waren die Wünsche der Bürger“, sagte Blick-Veber. Ein Mix aus Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Mehrgenerationenwohnungen gehörten dazu. Außerdem Zufahrten in das Wohngebiet nicht nur von der Straße Kirschgarten, sondern auch von der Hobbeltstraße. Dazu haben sich die Bürger ein separates Fuß- und Radwegenetz innerhalb des Neubaugebietes gewünscht.

Bei einem Entwurf ist die „grüne Mitte“ in der Nähe der Sportanlage vorgesehen, und die Mehrfamilienhäuser stehen am Rand. Bei dem von Bürgern und Politik favorisierten Entwurf befindet sich die „grüne Mitte“ wirklich in der Mitte und ist umgeben von Mehrfamilienhäusern.

Rahmenbedingungen

Von den Bürgern kam der Wunsch, mehr frei stehende Einfamilienhäuser zu realisieren. „Bei der Vorgabe von 55 Wohneinheiten pro Hektar kann das allerdings bedeuten, dass andere Häuser statt dreigeschossig auch viergeschossig gebaut werden müssten“, warnte Klimek.

Fragen gab es insbesondere zum Erwerb der Grundstücke und zur energetischen Ausstattung der Gebäude. Dafür sei es noch zu früh, sagte Blick-Veber. Darum gehe es erst, wenn eine Bebauungsplan aufgestellt sei. Derzeit würden nur Rahmenbedingungen festgelegt. In die werden allerdings noch ein paar Anregungen der Bürger aufgenommen. Stellplätze direkt vor der Haustür gehören dazu, ebenso wie eine gute Anbindung an den ÖPNV.

Die Stadtplaner werden die Ideen erneut einarbeiten und den Bürgern die Pläne im zweiten Quartal des nächsten Jahres wiederum vorstellen.

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