Hilfe für Obdachlose
Eine Mahlzeit im Wärmebus

Münster -

Die Malteser stellen ab sofort regelmäßig einen Wärmebus am Borromäum in der Nähe des Domplatzes auf. Dort gibt es warme Mahlzeiten für Menschen ohne Wohnung.

Montag, 18.11.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 18:39 Uhr
Der Wärmebus der Malteser und die Initiative„Ein Rucksack voller Hoffnung“ sind nun regelmäßig am Borromäum präsent.
Der Wärmebus der Malteser und die Initiative„Ein Rucksack voller Hoffnung“ sind nun regelmäßig am Borromäum präsent. Foto: Oliver Werner

Ein kleines Festessen wurde bereitet zur Auftakt-Veranstaltung des Wärmebusses der Malteser. Auch in diesem Jahr möchte der Hilfsdienst in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitskreis Wohnungslosenhilfe“ obdachlose Menschen in Münster einmal wöchentlich mit warmen Speisen und Getränken versorgen.

Rouladen und Kartoffeln mit Rotkohl wurden am Sonntag serviert, zum Nachtisch warme Waffeln. Anders als im letzten Jahr findet die Aktion jetzt bis Mitte März regelmäßig im Borromäum am Domplatz statt. Noch ist kein „Wärmebus“ finanziert, wie es die Ehrenamtlichen des Malteser Hilfsdienstes vorgesehen hatten, um die Bedürftigen flexibel an unterschiedlichen Orten der Stadt mit ihrem Angebot auf Rädern zu erreichen. Aber mit den Räumlichkeiten am zentral gelegenen Priesterseminar Borromäum sind die Initiatoren trotzdem sehr zufrieden, berichtet Ruth Schräder , Referentin für soziales Ehrenamt bei den Maltesern. Da dort ohnehin täglich Brote ausgegeben werden, sei das Seminar einigen Obdachlosen schon bekannt. Angenehmer als bei Wind und Wetter unter einem Zelt auf dem Domplatz isst es sich hier allemal. Im vergangenen Jahr kochten die Malteser noch dort und an der Petrikirche. Der Bus am neuen Standort empfing schon am ersten Sonntag zahlreiche Menschen und bietet sich aus einem weiteren Grund für die Essensausgabe an: Gleich nebenan arbeitet eine Gruppe ehrenamtlicher Jugendlicher im Projekt „Ein Rucksack voller Hoffnung“. Regale voll gespendeter Kleidung finden sich hier, die nebst anderen nützlichen Sachspenden wie Kosmetikartikeln in Rucksäcken verpackt an Bedürftige ausgegeben werden. Rund 800 Menschen leben schätzungsweise in Münster auf der Straße, meint Timo Blaszezyk vom Organisations-Team.

Gemeinsam mit dem Mitbegründer Sebastian Jeising und weiteren freiwilligen Helfern und Helferinnen des „Rucksacks voller Hoffnung“ möchte Blaszezyk das Thema Wohnungslosigkeit sichtbarer machen. Seit 2015 gibt es die Initiative. Das kleine Team sucht weiterhin engagierte Mitwirkende, die die Verteilung der Spenden unterstützen. Auch der Malteser Hilfsdienst hofft auf ehrenamtliche Helfer und Spenden, um vielleicht im nächsten Jahr tatsächlich mit einem Bus noch näher an die Menschen heranzukommen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Zum Thema

Infos unter info@malteser-muenster.de oder 0251/9712168.

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