Schlaun-Gymnasium
Nach Streit: Ja zum Sanierungsplan

Münster -

Die Sanierung des Schlaun-Gymnasiums an seinem jetzigen Standort findet eine Mehrheit in der Politik. Die schwarz-grüne Koalition billigt den Plan – die SPD lehnt ihn heftig ab.

Dienstag, 19.11.2019, 20:48 Uhr
 
  Foto: Matthias Ahlke

Das Schlaun-Gymnasium soll an seinem Standort saniert werden. Soweit der mehrheitlich gefasste Beschluss des Schulausschusses am Dienstagabend. Aber was der CDU, so Schulausschuss-Vorsitzende Angela Stähler, ein „sehr erfreuliches Weihnachtsgeschenk“ sei, das sehe die SPD eher als „Beerdigung“.

So formulierte es SPD-Ratsfrau Doris Feldmann, die mit ihrer Fraktion den Plänen eine Absage erteilte. Die SPD sieht keinen Sinn in der ihrer Ansicht nach zu teuren und aufwendigen Modernisierung des Schlaun-Gymnasiums an seinem jetzigen Standort an der zentral gelegenen Sonnenstraße. Sie forderte stattdessen erneut den Neubau einer größeren Schule in Gremmendorf.

Doch dies, nämlich die Umsiedlung aus der Innenstadt, lehnt das Schlaun-Gymnasium kategorisch ab. Klar ist: Der laut Verwaltungsvorlage am Ende rund 45 Millionen Euro teure Grundsatzbeschluss zur Sanierung findet die Mehrheit des Rates. Bis das Gymnasium aber in neuen Räumen unterrichtet, wird es womöglich eine Schülergeneration dauern. Während der Bauarbeiten, so ist es in Abstimmung mit der Schule vorgesehen, wird das „Schlaun“ in das Gebäude der früheren „Espa“ im Kreuzviertel ziehen. Dieses aber wird vorläufig noch für die Erzieher-Ausbildung des Anne-Frank-Kollegs benötigt. Die SPD sieht in der langen Prozedur die Gefahr, dass dem Gymnasium der Schüler-Zulauf wegbrechen könnte. Eine solche „Grabrede auf das Schlaun“ zu halten, fand CDU-Ratsfrau Stähler „geschmacklos“.

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