Motto von Kappe App 2020: „Grüner wird’s nicht“
Smombies und andere Irre

Münster -

Vom Besucher zum Akteur: Mit Rolf Heutmann hat Münsters alternativer Karneval für seine 26. Session 2020 ein neues Gesicht im Ensemble. Der freie Journalist bei NDR und WDR war 2019 „begeisterter Gast“, wie Regisseurin Gabriele Brüning erzählt, und jetzt macht der bühnenerfahrene Münsteraner selbst bei den sieben Vorstellungen Ende Februar mit. Das Motto auf der Deele bei Lappe lautet diesmal: „Grüner wird’s nicht“.

Freitag, 22.11.2019, 19:16 Uhr
Das Ensemble von Kappe App 2020 (v.l.:) Rolf Heutmann, Björn Schimpf, Gabriele Brüning, Marcello Lang, Matthias Menne, Kornelia Kabbaj, Michael Holz und Michael Tumbrinck.
Das Ensemble von Kappe App 2020 (v.l.:) Rolf Heutmann, Björn Schimpf, Gabriele Brüning, Marcello Lang, Matthias Menne, Kornelia Kabbaj, Michael Holz und Michael Tumbrinck. Foto: Lang

Vom Besucher zum Akteur: Mit Rolf Heutmann hat Münsters alternativer Karneval für seine 26. Session 2020 ein neues Gesicht im Ensemble. Der freie Journalist bei NDR und WDR war 2019 „begeisterter Gast“, wie Regisseurin Gabriele Brüning erzählt, und jetzt macht der bühnenerfahrene Münsteraner selbst bei den sieben Vorstellungen Ende Februar mit.Das Motto auf der Deele bei Lappe lautet diesmal: „Grüner wird’s nicht“.

Brüning lässt nach der ersten Vorbereitung schon mal in die Themen blicken, durch die sich ein grüner Faden des Irrsinns zieht. Michael Tumbrinck gibt den Schrebergärtner, der Pflanzen fressende Insekten hasst und seinen Garten zubetoniert, aber grün streicht, weil er so gerne im Grünen sitzt. Ähnlich satirisch geht es zu, wenn die Männer ihren Ausflug zur Formel-1 machen und den Kreisverkehr Runde um Runde um Runde nur toll finden. Dabei werde es einen „MeToo“-Clou geben, deutet Brüning an. Die Nummern müssen in den nächsten Wochen noch zu Ende geschrieben und auf die Bühne gebracht werden.

„Kappe App“-Gründer Matthias Menne möchte eine Lanze für SUV-Fahrer brechen, denn irgendwann müsse mal genug sein: „Greta kommt späta“. Passend dazu wird Björn Schimpf das „Zu-Fuß-Gehen-Lied“ singen. Auch Kornelia Kabbaj will Hilfestellung leisten, wenn sie überlegt, ob sich große Träume nicht auch hierzulande verwirklichen lassen.

Zauberer Marcello Lang plant à la „zersägte Jungfrau“ eine Guillotine-Nummer mit Zuschauerbeteiligung (Man muss nicht mitmachen!). Neuzugang Heutmann widmet sich „Maria 2.0“ und der Frage, wie Katholiken die Bibel-Botschaft auf Instagram-Niveau bringen. Michael Holz kümmert sich um den Müll. Aber nicht um Plastik, sondern um jene Daten-Massen, die Smartphone-Zombies, sogenannte Smombies, mit ihrem Wisch-und-Weg-Finger produzieren.

Es wird viel gesungen in der Kappe-App-Sitzung. Dafür sorgen in bewährter Weise David Rebel und Sascha Oeing, die um Multi-Instrumentalist Björn Schimpf und Michael Holz verstärkt werden.

Die Premiere ist bei Lappe, Nieberdingstraße 12, am 14. Februar. Weitere Vorstellungen am 15., 21., 22., 23., 28. und 29. Februar. Karten gibt es im Ticket-Shop am Prinzipalmarkt oder online.

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