20 Jahre „Frauen (u) Unternehmen“
Unternehmerinnen sichtbar machen

Münster -

„Frauen (u) Unternehmen“, das münsterische Netzwerk für Frauen in Führungspositionen, feierte sein 20-jähriges Bestehen in den alten Speichern.

Sonntag, 24.11.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 09:08 Uhr
Dagmar Merfort (3.v.l.) als Vorsitzende und ihre Vorstands-Kolleginnen begrüßten bei der Gala auch Peter Schnepper.
Dagmar Merfort (3.v.l.) als Vorsitzende und ihre Vorstands-Kolleginnen begrüßten bei der Gala auch Peter Schnepper. Foto: Ute Friederike Schernau

„Gebt uns ein Stück vom Kuchen ab!“ Das fordert „Frauen (u) Unternehmen“, das münsterische Netzwerk für Frauen in Führungspositionen, von den Männern. Am Freitag feierte das Netzwerk sein 20-jähriges Bestehen in den alten Speichern. Das Ziel: „Unternehmerinnen aus der Region sichtbar machen und Frauen aus der Wirtschaft vernetzen“, sagt Vorstandsmitglied Dagmar Merfort. Seit 16 Jahren als Mitglied dabei, sagt sie: „Frauen sind in den Vorständen nicht mehr ganz so eine Rarität wie vor 20 Jahren.“

Vieles habe sich für Frauen in der Wirtschaft verbessert, findet auch Margret Homann. So gründeten viele nicht mehr nur aus der Not heraus ein Unternehmen, weil sie versuchten, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Insgesamt steige die Zahl der weiblichen Chefinnen, auch die Zahl der Mitglieder des Netzwerks hat sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt, auf aktuell 230, so Merfort.

Trotzdem bliebe noch viel zu tun für Chefinnen und Unternehmerinnen, bestätigt auch der ehemalige Leiter der IHK Nord Westfalen, Peter Schnepper. Die IHK unterstützt das Netzwerk, Schnepper hat den Club in seiner Gründungsphase begleitet und lobte das große ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder: „Wirtschaft ohne Frauen funktioniert nicht.“ Im Münsterland würden rund ein Drittel aller Unternehmen von Frauen geführt, so Schnepper.

Auch Frauen in der Technik- und IT-Branche zu fördern, sei schon länger Anliegen der IHK, so Schnepper. Das ist auch eines der Ziele des Netzwerks „Frauen (u) Unternehmen“, so Margret Homann. Denn häufig stehe man vor ähnlichen Problemen, sei aber zu sehr auf seine Branche fixiert. Hier helfe ein Netzwerk, um sich auszutauschen und zu unterstützen.

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