„Budenzauber“ bei Ventana
Designstudierende verkaufen Weihnachtsartikel

Münster -

Ein Salzstreuer aus Pflaster von der Salzstraße oder Untersetzer mit Fotomotiv vom gefrorenen Aasee: Wenn Design-Studierende der FH am Samstag (30. November) im Möbelgeschäft Ventana selbst entworfene Weihnachtsartikel präsentieren, dann wird der eine oder andere Besucher staunen, was man unter der Zielvorgabe „Advent reduziert“ an Schönem herstellen kann.

Donnerstag, 28.11.2019, 11:00 Uhr
38 Studierende haben unter Leitung von Prof. Steffen Schulz (letzte Reihe, r.) Adventsprodukte für den „Budenzauber“ kreiert.
38 Studierende haben unter Leitung von Prof. Steffen Schulz (letzte Reihe, r.) Adventsprodukte für den „Budenzauber“ kreiert. Foto: MSD

Richtig viel Schnee an Weihnachten – das gab es schon länger nicht mehr. Also wozu braucht man dann noch einen Schlitten? Das fragten sich Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster, der Münster School of Design (MSD), ebenfalls und hatten eine Idee.

Marie Kapferer, Laisa Cordes, Klara Kron und Tim-Ole Sandbothe entwickelten in ergonomischer Form den Porutscher „Umschwung“. Er kann nicht nur zum Rodeln, sondern auch als Servierplatte genutzt werden und hat so auch in schneefreien Zeiten eine Funktion.

Ergebnisse des Kurses „Advent reduziert“

Die angehenden Designer haben ihn in einem Projekt bei Prof. Steffen Schulz entwickelt, und er ist – zusammen mit vielen weiteren kreativen Produkten – käuflich zu erwerben: beim „Budenzauber“ am Samstag (30. November) im Möbelgeschäft Ventana an der Stubengasse 22, wie die FH mitteilt.

Dann verkaufen die Designstudierenden Weihnachtsartikel, die sie im Produktdesign-Kurs „Advent reduziert“ entworfen haben. Zum achten Mal fand der Kurs statt, und dieses Mal stehen besonders Nachhaltigkeit und Langlebigkeit im Fokus.

Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist uns ein großes Anliegen.

Studentin Anna Oestreich

„Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist uns ein großes Anliegen. Das bedeutet für uns auch: Wir verwerten bereits vorhandene Materialien und bearbeiten sie aufwendig. Dadurch erreichen wir eine Wertsteigerung“, sagt Studentin Anna Oestreich.

Eröffnung der Weihnachtsmärkte in Münster am 25. November 2019

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  • Die münsterischen Weihnachtsmärkte sind offiziell eröffnet!

    Foto: Oliver Werner
  • Traditionell findet der Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr wieder an fünf verschiedenen Stellen statt – im Aegidiimarkt, neben der Überwasserkirche, am Kiepenkerl, im Rathaus-Innenhof und neben St. Lamberti.

    Foto: Oliver Werner
  • Unter den rund 300 Buden sind natürlich auch wieder zahlreiche Glühweinstände.

    Foto: Oliver Werner
  • Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise stabil geblieben: Auf dem Giebelhüüskesmarkt an der Überwasserkirche kostet der Becher 2,50 Euro, auf allen anderen Märkten drei Euro.

    Foto: Oliver Werner
  • Es gibt allerdings auch einige Neuigkeiten in diesem Jahr.

    Foto: Oliver Werner
  • Erstmals ist an allen vier Adventssamstagen das Bus- und Bahnfahren im Stadtgebiet kostenfrei.

    Foto: Oliver Werner
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  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
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  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Und so gibt es zum Beispiel Geschenkpapier aus Zeitungen, das mit ästhetischen Motiven und Drucktechniken gefinisht wurde. Aber auch der Klimawandel ist Thema, nicht nur beim Schlitten-Beispiel, sondern auch in der Arbeit von Tasmin Ewert, Lisa Ewe und Romy Keßler. Sie wollen die Optik des gefrorenen Aasees – ein heutzutage auch eher seltenes Bild – einfangen und in einem Untersetzer aufgreifen.

Bezug zu Münster zentral

Außerdem ist der Bezug zu Münster zentral für den „Budenzauber“. „Wir haben immer wieder Produkte, die in enger Verbindung zu unserer Stadt stehen“, erklärt Oestreich. Dieses Jahr dürften das Pflastersteine von der Salzstraße sein, die Johannes Riedel, Tobias Schröer, Max Kroll und Sean Bosnyak zu Salz- und Pfefferstreuern verarbeitet haben.

Ein Aspekt im Seminar ist, dass die Studierenden nicht nur ästhetische Produkte entwerfen, sondern diese immer auch aus Geschichten heraus entwickeln. „Im Prinzip lernen die Studierenden ‚materialhaftes Storytelling‘“, erklärt Schulz.

Geschichten hinter dem Produkt

Denn durch die Geschichten bekämen Dinge Charakter, Inhalt und Bezug. Deshalb verwende man sie länger und gewinne sie lieb. So entstehe Nachhaltigkeit durch Wertschätzung. „Vor allem das Entwickeln aus den Geschichten heraus unterscheidet uns von anderen Design-Angeboten“, so Oestreich.

Der Budenzauber am Samstag (30. November) beginnt um 10 Uhr und endet um 19 Uhr. Wer Produkte kaufen möchte, sollte schnell sein: Es gibt nur eine begrenzte, sehr kleine Stückzahl – und alles ist heiß begehrt.

Es ist immer wieder überraschend, wie groß der Andrang beim Budenzauber ist.

Prof. Steffen Schulz

Das freut auch Prof. Schulz. „Es ist immer wieder überraschend, wie groß der Andrang beim Budenzauber ist. Oft fragen schon Wochen vorher Leute bei uns an, ob die Veranstaltung denn dieses Jahr wieder stattfindet.“ Geht es nach ihm, bleibt es weiterhin so: Jeden ersten Adventssamstag ist „Budenzauber“-Tag in Münster.

Zum Thema

Die Ausbildung an der Münster School of Design (MSD) schließt das gesamte Designspektrum durch die vier angebotenen Schwerpunkte Kommunikationsdesign, Illustration, Mediendesign und Produktdesign ein. Sie bietet den Studierenden ein ungewöhnlich offenes Feld für experimentelle Gestaltungen und zielbezogene Denkansätze, die optimal für den beruflichen Alltag vorbereiten, so die FH Münster. Neben dem Bachelorstudiengang Design bietet der Fachbereich den Masterstudiengang Design an.

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