Jugendrat zur Verkehrswende
„Mehr Busspuren – keine großen SUV“

Münster -

Auf dem Weg zu einer Verkehrswende macht der Jugendrat in Münster Druck – und konkrete Vorschläge. Die lauten: Busspuren auf dem Ring, keine schweren SUV innerhalb des Promenadenrings.

Donnerstag, 05.12.2019, 17:45 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 17:49 Uhr
Der Jugendrat macht bei der Verkehrswende Druck (v. l.): Hermann Josef Hüffer, Noah Börnhorst und Steven-Lee Liebing
Der Jugendrat macht bei der Verkehrswende Druck (v. l.): Hermann Josef Hüffer, Noah Börnhorst und Steven-Lee Liebing Foto: Dirk Anger

„Endlich handeln: Verkehrswende umsetzen!“ – mit dieser Forderung mischt sich der Jugendrat in die Debatte um eine klimafreundlichere Verkehrspolitik in Münster ein. Und macht dabei konkrete Vorschläge, die für Diskussionsstoff sorgen sollen – und wohl werden wie das angeregte Fahrverbot für schwere SUV ab zwei Tonnen in der Innenstadt.

Weiterhin fordert der Jugendrat, die Einrichtung von Umweltspuren auf dem Ring zu prüfen sowie die Ampelschaltung auf dem Ring an der Geschwindigkeit von Bus und Fahrrad zu orientieren. Es gehe darum, umweltfreundliche Verkehrsträger attraktiver zu machen, erläutert Jugendratsmitglied Noah Börnhorst die Zielrichtung.

Pendlerströmen Rechnung tragen

Aus seiner Sicht macht es wenig Sinn, „Busse in den Stau zu stellen“. Deshalb sollen an geeigneten Stellen Umweltspuren realisiert werden, die auch von Fahrgemeinschaften und Fahrrädern genutzt werden könnten. Vor allem die Ringlinie könne davon profitieren.

Wenn aus Platzgründen eine Umweltspur in beiden Richtungen nicht zu realisieren ist, soll grundsätzlich eine tageszeitabhängige Richtungsänderung geprüft werden, wie Hermann Josef Hüffer, Vorstandsmitglied des Jugendrats, erklärt. So soll den Pendlerströmen im ÖPNV an beengten Stellen Rechnung getragen werden.

Vorschläge nicht für die Schublade

Die Einfahrt innerhalb des Promenadenrings für Autos ab einem Gewicht von zwei Tonnen zu verbieten, ziele vor allem auf große SUV ab, nicht aber auf den Lieferverkehr. Hohen Schadstoffausstoß und Platzbedarf führt Jugendratsmitglied Steven-Lee Liebing als Gründe für ein solches Verbot an. Von diesen großen SUV gingen „erhebliche Gefahren für Radfahrer und Fußgänger“ aus.

„Wir machen die Vorschläge nicht, damit sie in der Schublade landen“, formuliert Noah Börnhorst eine klare Erwartung der Jugendvertretung an Rats­politik und Verwaltung.

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