Ampeltrittbretter in Münster
Modellversuch für Radler-Service

Münster -

Ampeltrittbretter sind in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen längst Alltag. In Münster ist deren Einführung aber neu – und sorgt zugleich für rege Diskussionen.

Donnerstag, 05.12.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 14:38 Uhr
Stadtbaurat Robin Denstorff (r.) testet ein neues Ampeltrittbrett an der Promenade.
Stadtbaurat Robin Denstorff (r.) testet ein neues Ampeltrittbrett an der Promenade. Foto: Stadt Münster

Sinnvoller Baustein auf dem Weg zur fahrradgerechten Stadt oder Geldverschwendung kurz vor der Jahreswende? Der jetzt angelaufene Modellversuch mit sogenannten Ampeltrittbrettern sorgt für lebhafte Debatten – bei den Radfahrern vor Ort und auf der Facebook-Seite unserer Zeitung . Die Stadt will dieses neue Angebot nun testen.

Stadtbaurat Robin Denstorff hat sich an der Promenade selbst ein Bild davon gemacht und die neuen Ampeltrittbretter für gut befunden, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. Sie seien eine einfache und zugleich kostengünstige Maßnahme mit weitreichendem Effekt auf Sicherheit und Komfort.

Kleine Maßnahme, große Freude

„Radfahrende können an Ampeln warten ohne vom Rad absteigen zu müssen. Diese Art kleiner Maßnahmen tragen dazu bei, dass Radfahren in Münster Spaß macht“, freut sich Robin Denstorff über die Vorteile der unter anderem aus Kopenhagen bekannten Trittbretter.

Die Ampeltrittbretter sind nach Angaben der Stadt als Modellversuch an den Ampelanlagen  Promenade/Hörsterstraße, Aegidiitor/ Am Stadtgraben, Albersloher Weg/Umgehungsstraße, Königsweg/Hammer Straße, Cheruskerring/Langemarckstraße und Warendorfer Straße/Piusallee angebracht. Radfahrerinnen und Radfahrer können dort während der Rotphase bequem ihren Fuß auf einem Trittbrett abstellen; der weiter oben angebrachte Handlauf sorgt für zusätzlichen Komfort. 

Ausweitung bei positiver Resonanz 

Das städtische Amt für Mobilität und Tiefbau plant bei positiver Resonanz den Trittbrett-Service auf weitere geeignete Stellen auszudehnen. „Die nun gewählten Standorte sind besonders geeignet, aussagekräftige Erkenntnisse aus dem Modellversuch zu erhalten“, erläutert Denstorff.

Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung wird das neue Angebot unterdessen intensiv diskutiert. Einigen Usern hätte eine Haltestange ohne Trittbrett genügt, andere halten das Angebot dagegen komplett für Quatsch. Es gibt aber auch viel Lob für die andernorts schon lange gängigen Ampeltrittbretter.

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