Wassertanks mit neuem Überzug
Freundliche Terror-Sperren

Münster -

Eher bedrohlich wirken die massigen schwarzen Wassertanks, die vor Angriffen in der münsterischen Innenstadt schützen sollen. Eine gute Idee und die richtigen Partner – jetzt sieht die Welt bedeutend freundlicher aus.

Freitag, 06.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:11 Uhr
Aktionskünstler Thomas Nufer (v. l.) freute sich über die neuen Stoffüberzüge auf den Wassertanks genauso wie Linus Weistropp, Wolfgang Nietan (beide Initiative starke Innenstadt), Britta Osing (H4), Michael Thomas, Bernadette Spinnen (beide Stadtverwaltung) sowie Andreas Theurich (Münster-Arkaden) und Matthias Lückertz (Sprecher Salzstraße).
Aktionskünstler Thomas Nufer (v. l.) freute sich über die neuen Stoffüberzüge auf den Wassertanks genauso wie Linus Weistropp, Wolfgang Nietan (beide Initiative starke Innenstadt), Britta Osing (H4), Michael Thomas, Bernadette Spinnen (beide Stadtverwaltung) sowie Andreas Theurich (Münster-Arkaden) und Matthias Lückertz (Sprecher Salzstraße). Foto: Oliver Werner

Vom Anblick der schwarzen Wassertanks vor ihrer Tür ist Britta Osing, Geschäftsführerin des „H4 Hotels“ an der Stubengasse, wenig begeistert gewesen. Die klobigen und schwarzen Sperren als Schutz vor möglichen Angriffen auf die in der Adventszeit stark besuchte Innenstadt wirkten nach ihrer Einschätzung nicht sonderlich einladend.

Auf der Suche nach Abhilfe wandte sich Osing an die Initiative starke Innenstadt (ISI) – und dann ging es im Zusammenspiel mit Stadtverwaltung und Kaufleuten ruckzuck, wie sich alle Beteiligten am Freitag freuten.

Fröhliche Gesichter trotz Regens

Trotz prasselnden Regens gab es nämlich fröhliche Gesichter, als die verschieden farbigen Stoffüberzüge für die massigen Sperr-Tanks vorgestellt wurden. Und das hatte nicht zuletzt seinen Grund darin, dass Aktionskünstler Thomas Nufer seine viel beachtete „Woche der Freundlichkeit“ nun mit warmen Worten auf den Überzügen ausklingen lassen kann. Da heißt es dann etwa: „Manchmal straft man die Leute einfach mit Warmherzigkeit“.

Diese und andere Sprüche sollen sich nun auf insgesamt 16 Tanks wiederfinden. Neben der Stubengasse handelt es sich dabei um die Standorte Rothenburg, Salzstraße, Prinzipalmarkt, Ludgeristraße, Domplatz und Alter Steinweg. Dabei habe man bewusst die am meisten frequentierten Lauflagen im vorweihnachtlichen Trubel der Innenstadt ausgewählt, wie es hieß.

Aktion größer aufziehen

Nach dem ersten Anstoß hatte die ISI Kontakt zu den Straßensprechern der Innenstadt aufgenommen, berichtete Wolfgang Nietan. „Die waren überzeugt von der Geste und beteiligen sich finanziell.“ Dass die Aktion in der Kürze der Zeit auf den Weg gebracht werden konnte, wird dem guten Zusammenspiel aller Akteure zugeschrieben. Nietan denkt schon daran, die Aktion im nächsten Jahr größer aufzuziehen.

In diesem Jahr bot Nufers bundesweit bislang einzigartige „Woche der Freundlichkeit“ eine ideale Vorlage. Was im kommenden Jahr angesagt ist, darüber werde man sich noch Gedanken machen, sagte Bernadette Spinnen von Münster-Marketing.

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