Neues Polizeipräsidium
„Wir wollen das seriös durchziehen“

Münster -

Vielleicht geht die Post der Polizei schon im Jahr 2025 an den Willy-Brandt-Weg. Beim Bau eines neues Präsidiums in Münster soll es zügig vorangehen.

Freitag, 06.12.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 20:15 Uhr
Auf diesem Areal soll das neue Polizeipräsidium gebaut werden.
Auf diesem Areal soll das neue Polizeipräsidium gebaut werden. Foto: Matthias Ahlke

Noch lautet die Adresse des Polizeipräsidiums Friesenring. Wenn alles gut läuft, könnte dessen Post aber schon im Jahr 2025 an den Willy-Brandt-Weg gehen. Großer Vorteil für das geplante millionenschwere Neubauvorhaben der Polizei: Das ausgeguckte Grundstück gehört über die Gewerbe- und Büropark Loddenheide GmbH der Stadt Münster, sodass langfristige und schwierige Grundstücksverhandlungen nicht ins Haus stehen dürften.

Unter allen geprüften 16 Standorten sei die Loddenheide „ganz klar die Nummer eins“ gewesen, hat der städtische Planungsdezernent Robin Denstorff bei der gemeinsamen Präsentation von Polizei und Stadt in dieser Woche betont. Denstorff kann sich ein bis zu sechsgeschossiges Gebäude an der neuen Adresse vorstellen. Bekanntlich will die Polizei im Neubau – abgesehen von den im Stadtgebiet verteilten Wachen – alle Abteilungen unter einem Dach zusammenfassen. Dazu gehören auch die Einsatzhundertschaft und die Spezialeinsatzkräfte, die bislang noch an der Weseler Straße untergebracht sind.

Zügige Ratsentscheidung erwünscht

Mit rund zweieinhalb Jahren Bauzeit rechnet der stellvertretende Polizeipräsident Günter Gross, der zugleich Projektleiter für den Neubau ist. Schließlich hat die Polizei spezielle Anforderungen an ihr Präsidium. Hinzukäme noch etwa ein Jahr für die Unterbringung der gesamten Technik, schätzt der Polizeivize. Er hofft zunächst auf eine zügige Entscheidung des Rates der Stadt, der grünes Licht für den Fortgang geben muss. „Wir wollen das seriös weiter durchziehen“, so Gross.

Als Bauherr kommt der Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) des Landes infrage. Der muss sich laut Gross bis zum 19. Januar erklären, ein Angebot abzugeben. „Ansonsten kommt ein europaweites Vergabeverfahren.“ Auch daran könnte sich der BLB beteiligen. Dass die einst auf der Loddenheide ausgemachten Kiebitze zur Falle bei diesem Projekt werden könnten, glaubt indes ernsthaft niemand. Notfalls werde es entsprechende Kompensationsmaßnahmen geben, heißt es dazu.

Während die Polizei ihren Neubau plant, richtet die Stadt den Blick auf das Areal am Friesenring. „Wir werden parallel Nachnutzungsszenarien aufgleisen“, sagt der Planungsdezernent. Dabei stehe die Gemeinwohlorientierung vorne an.

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