„Legato m“ mit „Driving home for Christmas“ in der Aasee-Aula
Unterhaltsame Weihnachtsrevue

Münster -

Gerade noch geschafft! Seit Stunden warten Oma und drei ihrer Enkel zu Hause auf Enkelkind Nummer Vier. Aber das hatte mit dem smarten Motorroller ein Panne, irrte durch Schnee und Eis, um rechtzeitig zur Bescherung an Heiligabend bei den Geschwistern und der Oma anzukommen.

Montag, 09.12.2019, 17:44 Uhr
Unter der Leitung von Phillip Gatzke gestaltete „legato m“ eine unterhaltsame Weihnachtsrevue.
Unter der Leitung von Phillip Gatzke gestaltete „legato m“ eine unterhaltsame Weihnachtsrevue. Foto: Christoph Schulte im Walde

Gerade noch geschafft! Seit Stunden warten Oma und drei ihrer Enkel zu Hause auf Enkelkind Nummer Vier. Aber das hatte mit dem smarten Motorroller ein Panne, irrte durch Schnee und Eis, um rechtzeitig zur Bescherung an Heiligabend bei den Geschwistern und der Oma anzukommen.

„Driving home for Christmas“ heißt die echt süße Geschichte, die sich der Chor „legato m“ und ein kreatives Team mit Hannah Braucks, Johanna Rubbert, Steffi Horn, Amelie Schleich, Sarah Thuge und Marie Uekötter ausgedacht hatten. Die Fahrt mit Hindernissen war jetzt in der Aasee-Aula zu verfolgen und Phillip Gatzke der Lotse, der seinem Chor mit sicherer Hand die Richtung vorgab. Außerdem mit an Bord: ein cooles Jazzquintett mit Laurens Patzlaff, Mikko Krebs, Gereon Homann, Julian Walleck und Olga Kachan. Garanten für einen schmeichelhaft warmen Sound, so warm wie der romantisch züngelnde Kamin im Hintergrund des „guten Zimmers“, in dem vor Heiligabend reger Betrieb herrschte.

Die fünf Schauspielerinnen plus Tänzerin sorgten für ein trautes Heim, das man sich heute kaum noch vorstellen kann: mit plüschigen Sesseln, Standuhr, dickem Teppich. Gut, der Christbaum war vom Baumarkt und aus drei Teilen zusammengesteckt. Aber das hölzernes Minischaukelpferd wirkte ebenso anachronistisch und gerade deshalb so putzig wie der grüne Stofftierdrachen. Hinzu kamen die Klänge des Chores, der mit kindlicher Unschuld „The first nowell“ oder „O Tannenbaum“ intonierte.

Die bewegten Bilder, die heimelige Musik – das passte perfekt zusammen. Dass Oma sich hin und wieder mal gern einen ordentlichen Schluck aus dem Flachmann genehmigte – das war in Ordnung. Heraus kam so etwas wie eine höchst unterhaltsame Revue, in der auch fetzige, jazzige Töne ihren Platz fanden. Pianist Laurens Patzlaff und seine vier Kollegen bedienten sich oft improvisierend aller möglichen Carols, Noels, traditioneller Weihnachtslieder. Ein kunterbuntes Treiben also.

Hut ab vor „legato m“, dem noch recht jungen Vokalensemble unter seinem anfeuernden Dirigenten Phillip Gatzke. Das komplette Programm lief auswendig gesungen über die Bühne! Und mit einer Begeisterung, die in jedem Augenblick absolut ansteckend auf das Publikum wirkte. Bravo!

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