Streik bei Kaufhof und Karstadt Sports
Verdi fordert Flächentarifvertrag

Münster -

Streik bei Kaufhof und Karstadt Sports: Beschäftigte von 24 Kaufhof und vier Karstadt Sports-Filialen in Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt – auch in Münster.

Donnerstag, 12.12.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 12.12.2019, 19:53 Uhr
Streik bei Kaufhof und Karstadt Sports: Verdi fordert Flächentarifvertrag
In Leuchtwesten waren Mitarbeiter der Kaufhäuser zur Streikversammlung ins Schlossgarten-Restaurant gekommen. Foto: Matthias Ahlke

Mitten im Vorweihnachtsgeschäft rief die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Donnerstag zu Einzelhandelsstreiks in den Kaufhäusern Galeria Kaufhof und Karstadt Sports auf. Ausgenommen war das Karstadt Warenhaus, für das eine Friedenspflicht aufgrund des ausgehandelten Zukunftstarifvertrags bestehe, wie es auf Anfrage in der Zentrale in Essen hieß. In ganz NRW waren 24 Kaufhof- und vier Karstadt-Sports-Filialen betroffen, berichtete Verdi in einer Pressemitteilung.

Bereits am Morgen versammelten sich die münsterischen Streikenden im Schlossgarten-Restaurant. Durch den Arbeitskampf will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, um in den an­stehenden Tarifverhandlungen am 12. und 13. Dezember zu einer Lösung zu kommen, wie es in der Gewerkschaftsmitteilung heißt.

„Die Beschäftigten fordern eine verbindliche Rückkehr zum Flächentarifvertrag.“ Einschnitte bei den monatlichen Entgelten würden nicht hingenommen. Die Kollegen wollen zudem an der Weiterentwicklung des Zukunftskonzepts Warenhaus beteiligt werden. Personelle Engpässe wegen des Streiks versuchte der Kaufhauskonzern durch Aushilfen zu überbrücken. „Alle Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof sind trotz Streik geöffnet“, so Vertriebschef Thomas Wanke.  

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