Festivalpreis fürs Wolfgang-Borchert-Theater in Rjasan
Liebesgrüße aus Russland

Münster -

Das Wolfgang-Borchert-Theater zeigte auf dem 4. Internationalen Theaterfestival in Münsters russischer Partnerstadt Rjasan das romantische Experiment „Heisenberg“ von Simon Stephens.

Dienstag, 17.12.2019, 16:44 Uhr
Vor dem Festival-Logo „Ein glitzerndes Herz“ vereint: der Rjasaner Intendant Semen Grechko, seine Kollegen, Meinhard Zanger, das WBT-Team und Vizekonsul Frederik Klaustermeyer (hinten 2. v. r.)
Vor dem Festival-Logo „Ein glitzerndes Herz“ vereint: der Rjasaner Intendant Semen Grechko, seine Kollegen, Meinhard Zanger, das WBT-Team und Vizekonsul Frederik Klaustermeyer (hinten 2. v. r.) Foto: WBT

Die Inszenierung von Tanja Weidner mit Ivana Langmajer als die quirlige „Georgie“ und Meinhard Zanger als intellektueller Metzger „Alex“ wurde begeistert vom russischen Publikum aufgenommen. Eine Kritiker-Fachjury aus Moskau und Sankt Petersburg krönte das Gastspiel mit dem „Preis für das beste Licht-Design“, der an den ebenfalls angereisten Lightdesigner Hermenegild Fietz ging. Die Vorstellung wurde auch vom deutschen Vizekonsul in Moskau, Frederik Klaustermeyer, besucht, der das WBT-Team bereits im Sommer 2018 am Dramatheater bei einer Aufführung gesehen hatte.

Der Besuch der Vorstellung war ebenfalls ein wesentlicher Programmpunkt für die Teilnehmer des Internationalen Jugendforums „Möglichkeiten des Theaters“, das zeitgleich in Rjasan stattfand. Auf Einladung von Organisator Oleg Sulitsa von der Universität Rjasan stellte sich Intendant Meinhard Zanger am darauffolgenden Tag gemeinsam mit seinen Mitarbeitern den interessierten Fragen der jungen Theaterfreunde.

Die Freundschaft zwischen dem Wolfgang-Borchert-Theater und dem Dramatheater Rjasan besteht seit mittlerweile fünf Jahren und ging auf eine Initiative der Stadt Münster zurück. Ausdruck fand sie bislang in einem Gastspiel von „Kabale und Liebe“ 2016 und der bilingualen Koproduktion „Die Schroffensteins – eine Familienschlacht“, die auch in Moskau, St. Petersburg und Belgrad gezeigt wurde und im Mai 2020 auf dem Lessing-Festival in Wolfenbüttel gespielt wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beide Theater engagieren mittlerweile regelmäßig Künstler aus dem jeweils anderen Theater, darunter Light-Designer Andrej Kozlov, Bühnenbildnerin Olga Lageda und Regisseurin Tanja Weidner.

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