„Schlaue Laternen“ am Kanal
Teststrecke für die „adaptive Beleuchtung“ in Betrieb genommen

Münster-Hiltrup -

Auf der Kanalpromenade am Hiltruper Osttor wurde Münsters erste Teststrecke für die „adaptive Beleuchtung“ in Betrieb genommen.

Donnerstag, 19.12.2019, 06:15 Uhr aktualisiert: 19.12.2019, 07:01 Uhr
Auf der Kanalpromenade am Hiltruper Osttor wurde gestern Abend Münsters erste Teststrecke für die „adaptive Beleuchtung“ in Betrieb genommen. An einem Infozelt suchten Vertreter vom städtischen Amt für Mobilität und Tiefbau das Gespräch mit den Bürgern.
Auf der Kanalpromenade am Hiltruper Osttor wurde gestern Abend Münsters erste Teststrecke für die „adaptive Beleuchtung“ in Betrieb genommen. An einem Infozelt suchten Vertreter vom städtischen Amt für Mobilität und Tiefbau das Gespräch mit den Bürgern. Foto: hpe

Das Licht wirkt punktuell und hell, es blendet aber nicht und wenn der Radler an der Laterne vorbei ist, dimmt es sich deutlich runter: Hiltrup hat seit gestern Abend Münsters erste Teststrecke für die so genannte „intelligente Straßenbeleuchtung“. Auf der Kanalpromenade zwischen Osttor und Ballonstartplatz/ Im Hain sind 43 Laternen angebracht, die nur noch Streckenabschnitte hell ausleuchten, auf denen sich gerade ein Radfahrer oder eine Fußgänger bewegt.

Dank kleiner Sensoren unterhalb der Leuchtkörper „wandert“ der Lichtkegel über den Streckenverlauf mit den Radfahrern und wird anschließend nach knapp 60 Sekunden Hellbeleuchtung heruntergeregelt. Die Stadt rechnet mit einer Energieeinsparung von fast 70 Prozent.

Weiterer Ausbau geplant

Alexander Buttgereit vom städtischen Amt für Mobilität und Tiefbau: „Das adaptive Lichtkonzept macht die Veloroute Münster-Senden im Abschnitt Hiltrup schon jetzt sehr komfortabel.“ Am Ballonstartplatz ist eine digitale Zählstelle platziert worden, im Durchschnitt benutzen 1000 Radler täglich den rund 1,5 Kilometer langen Streckenabschnitt. Der Austausch des Lichtes hat rund 180 000 Euro gekostet.

Ab Januar will die Stadt von der Bevölkerung wissen, wie das Projekt bei ihnen ankommt. Das Tiefbauamt schaltet dann eine Internetseite frei und wird vor Ort Befragungen durchführen. Die Ergebnisse des Tests mit der neuen Technik sollen bei der Realisierung der nächsten Bauabschnitte berücksichtigt werden, so Buttgereit. Ab Sommer 2020 wird der Kanal-Promenadenradweg ab Prinzbrücke bis zur Stadtgrenze Senden ausgebaut und mit der neuen Straßenbeleuchtung ausgestattet. Abschließend geht es weiter in Richtung Stadtgrenze Greven. Bis 2022 soll die rund 28 Kilometer lange Route ausgebaut und neu beleuchtet sein.

Positive Resonanz

Das Projekt in Hiltrup gehört zum „Radverkehrskonzept Münster 2025“ mit dem Ziel, mehr Radverkehr zu generieren. Buttgereit: „Das kann nur gelingen, wenn die Infrastruktur entsprechend komfortabel und sicher angepasst wird.“

Am Infozelt gestern war die erste Resonanz der Radler positiv. Bemängelt wird allerdings, dass die Promenade dort immer noch von Autos benutzt werden darf. „Die stören hier einfach und machen es für Kinder auf der Leeze nicht sicherer“, so der Tenor.

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