Termin am 17. Januar 2020
Gericht entscheidet über Windrad Loevelingloh

Münster -

Jetzt geht es vor Gericht: Das Verwaltungsgericht Münster wird am 17. Januar über den bei Anwohnern umstrittenen Betrieb des Windrades Loevelingloh entscheiden.

Samstag, 28.12.2019, 09:00 Uhr
Über das Windrad Loevelingloh wird kontrovers diskutiert.
Über das Windrad Loevelingloh wird kontrovers diskutiert. Foto: Bezirksregierung Münster

Kein Windrad in Münster ist derzeit so umstritten wie die Anlage Loevelingloh an der Ecke Kappenberger Damm / Grafschaft. Am 17. Januar 2020 (Freitag) wird der Fall um 8.15 Uhr im Sitzungssaal II des Verwaltungsgerichts Münster, Manfred-von-Richthofen-Straße, verhandelt. Das teilt das Gericht in einer Pressemitteilung mit.

Angestrengt wurde die Klage von Anwohnern in dem angrenzenden Gewerbegebiet, Beklagte ist die Bezirksregierung Münster, die das Windrad genehmigt hat. Da der Betreiber des Windrades die Stadtwerke Münster sind, kam die eigentlich zuständige Stadt Münster als Genehmigungsbehörde nicht infrage. Die Stadtwerke sind ein Tochterunternehmen der Stadt.

Zu hohe Lärmbelastung

Konkret wendet sich die Klage gegen die „immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb“ des Windrades, das eine Gesamthöhe von 175 Meter aufweist.

„Die von der Windenergieanlage ausgehenden Lärmbelastungen lägen oberhalb der für gesunde Wohnverhältnisse erforderlichen Werte“, zitiert die Pressestelle des Verwaltungsgerichts die vorliegende Klage.

Dabei geht es zum einen um den hörbaren Schall, also die von der Anlage ausgehenden Geräusche, zum anderen um den nicht hörbaren Lärm, den sogenannten Infraschall. Auch gegenüber unserer Zeitung hatten Anwohner wiederholt darüber geklagt, dass ein regelmäßiger Impuls in Form eines „Wusch-Wusch-Geräusches“ von dem Windrad ausgehe und sich negativ auf das Wohlbefinden auswirke.

Ein Jahr Zwangspause

In der Fachwelt ist der In­fra­schall umstritten, auch in Bezug auf seine Relevanz vor Gericht. Als problematisch wird der Standort des Windrades rund 450 Meter südlich des Gewerbegebietes eingeschätzt. Der Abstand ist vergleichsweise gering.

Ein Jahr lang durfte des Windrad nicht laufen, weil erst Optimierungen durch den Hersteller vorgenommen werden mussten.

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