Ein Jahr nach der Gründung der Ortsgruppe Münster
„Fridays for Future“ will Politik auf Trab halten

Münster -

Die Aktivisten von „Fridays for Future“ ziehen nach einem Jahr Bilanz. In ihrem Bemühen wollen sie 2020 nicht nachlassen – im Gegenteil.

Sonntag, 05.01.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 17:21 Uhr
Seit einem Jahr gibt es in Münster die Bewegung „Fridays for Future“.
Seit einem Jahr gibt es in Münster die Bewegung „Fridays for Future“. Foto: Pjer Biederstädt

Vor einem Jahr fing alles an: Die „Fridays-For-Future“-Bewegung (FFF) wurde langsam bekannter, als sich auch in Münster eine Ortsgruppe gründete und eine Mahnwache abgehalten wurde. 14 Teilnehmer standen damals für Klimaneutralität und wirksamen Klimaschutz auf der Straße, heißt es in einer Pressemitteilung der Bewegung. Dies sei der erste von vielen Freitagen gewesen, die noch folgen sollten, und mit den Temperaturen stieg auch die Zahl der Demonstranten weiter an – bis auf über 20.000 am 20. September. „Spätestens da war klar, dass FFF Münster Geschichte geschrieben hat“, betonen die Aktivisten in einer Mitteilung.

Im Sommer gab es zudem verschiedene kreative Aktionen, etwa eine 24-Stunden-Mahnwache vor dem Rathaus. Zudem stellte die Bewegung ihre politischen Ziele vor. Neben den bundesweiten Forderungen von FFF gab es nun auch auf kommunaler Ebene angestrebte Maßnahmen, die von der Politik eingefordert wurden – wissenschaftlich unterstützt von den „Scientists 4 Future“ Münster und Experten.

Große Klimademo am 20. September 2019

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  • Am Freitagmorgen sind tausende Demonstranten auf dem Prinzipalmarkt in Münster zusammenkommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Sie protestieren gegen die aktuelle Klimapolitik und fordern...

    Foto: Oliver Werner
  • ...mehr Einsatz für den Klimaschutz.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Klimastreik am Prinzipalmarkt mal aus einer anderen Perspektive.

    Foto: (c) H&G Luftaufnahmen
  • Nach der Auftaktkundgebung zogen die Demonstranten etwa zwei Stunden lang durch Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Polizei und Organisatoren zählten mehr als 20.000 Teilnehmer.

    Foto: Oliver Werner
  • Mit teils sehr kreativen Plakaten machten die Demonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Auch die noch relativ neue Gruppe "Christians For Future" war mit dabei.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Das Spektrum der Demonstranten war breit.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Gegen 10.30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Gang.

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  • Dieses fünf Meter breite Nadelöhr an der Salzstraße zwischen der Dominikanerkirche und der Außengastronomie vor dem Karstadt mussten Tausende Demonstranten passieren. Da zur Zeit Bauarbeiten an der Kirche stattfinden, wurde es noch enger als ohnehin schon.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Im Bereich um den Bahnhof kam der Verkehr zum Erliegen. 

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Auch Busse konnten den Hauptbahnhof nicht mehr erreichen.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Kreativer Protest: Eine vierköpfige Gruppe demonstriert in historischen Kostümen mit einem Schild auf dem steht: „Kohle ist so 1850“. Mit dabei: Marina Weisband (2.v.r.), ehemaliges Bundesvorstandsmitglied und politische Geschäftsführerin der Piratenpartei.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Über etwa zwei Kilometer zog sich der Demonstrationszug durch die Stadt.

    Foto: Chiara Pas
  • Diese Gruppe hat Quallen aus Plastikmüll gebastelt.

    Foto: Chiara Pas
  • Die Demonstrierenden auf dem Weg durch den Kreisverkehr.

    Foto: (c) H&G Luftaufnahmen
  • Am Hansaring, wo parallel der "Parking Day" stattfand, bekamen die Demonstranten musikalische Unterstützung vom Straßenrand.

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  • Vor der Bahnunterführung an der Hafenstraße knubbelt es sich.

    Foto: Chiara Pas
  • Etwa eine halbe Stunde lang wurde am Mittag auch der Ludgerikreisel für die Demo gesperrt.

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  • Gegen 13 Uhr erreichte der Demonstrationszug wieder den Prinzipalmarkt.

    Foto: Chiara Pas
  • Dort fand noch die Abschlusskundgebung mit musikalischer Begleitung u.a. von der Band "von Welt" statt.

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  • Foto: Pjer Biederstädt
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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Bilder der Klimademo in Münster.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Foto: Oliver Werner
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  • Foto: (c) H&G Luftaufnahmen
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Entscheidung des Stadtrats: Münster bis 2030 klimaneutral

Am 11. Dezember beschloss der Stadtrat, Münster nach Möglichkeit bis 2030 klimaneutral zu machen – „unser bis dato größter Erfolg“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Rückblickend kann man sagen, dass wir schon viel erreicht haben – allerdings gibt es noch einiges zu tun: Mit schönen Worten allein, mit dem Klimanotstand oder der Absichtserklärung zur Klimaneutralität bis 2030, ist es nicht getan“, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir wollen ein ambitioniertes Klimaschutzprojekt für Münster, dass unsere Stadt wieder zum Vorreiter in Sachen Klima macht und das lebenswerte Gefühl an uns alle zurückgibt.“

„Wir wollen ganz viel Neues ausprobieren“

Mit dem neuen Jahr werde sich für FFF einiges ändern: „Wir wollen mehr mit unseren Bündnispartnern kooperieren, wir wollen mit Bürgern ins Gespräch kommen, denn die Verwirklichung unserer Vision, ein lebenswertes und klimaneutrales Münster, geht uns alle an. Wir wollen uns noch stärker auf die großen, internationalen Termine konzentrieren, um bundes-, europa- und weltweit weiter Druck für Veränderung zu machen. Und wir wollen ganz viel Neues ausprobieren, für das wir viele neue Gesichter brauchen.“

So soll das Thema Verkehr in den Mittelpunkt der Überlegungen gesetzt werden. Anfang 2020 soll es eine Vollversammlung geben, um wichtige Termine für das Jahr bekanntzugeben.

Es soll aber auch 2020 weiter mindestens einmal im Monat eine freitägliche Mahnwache vor dem Rathaus stattfinden. „Wir werden die Politik auf allen Ebenen auf Trab halten“, kündigen die Aktivisten an.

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