Mikrozensus in Münster
2200 Haushalte werden befragt

Münster -

Die Grundlage für wichtige Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft sind Daten aus dem Mikrozensus. Die Befragung eines repräsentativen Teils der Haushalte in NRW startet nun erneut. Rund 2200 aus Münster sind auch dabei.

Montag, 06.01.2020, 20:30 Uhr
Wie viele Menschen sind Mieter, wie viele wohnen im Eigentum? Das ist eine der viele Fragen, die der Mikrozensus klärt .
Wie viele Menschen sind Mieter, wie viele wohnen im Eigentum? Das ist eine der viele Fragen, die der Mikrozensus klärt . Foto: Pestel-Institut

Im neuen Jahr startet in Nordrhein-Westfalen wieder der Mikrozensus: Um Angaben zu wichtigen Bevölkerungsdaten gewinnen zu können, werden seit 1957 in der Bundesrepublik in jedem Jahr jeweils ein Prozent der Haushalte befragt.

Unter den 80 000 in NRW befragten Haushalten sind rund 2200 aus 277 sogenannten Auswahlbezirken in Münster. Die ersten 18 Auswahlbezirke sind bereits im Januar an der Reihe. Haushalte, die nach einem mathematischen Zufallsprinzip und der Maßgabe, dass eine in etwa repräsentative Gruppe der Bevölkerung getroffen wird, vom Landesamt für Statistik ausgewählt werden, erhalten vor der Befragung Post. Darin wird ein Termin für den Besuch eines Interviewers vorgeschlagen. Die Angeschriebenen können einen alternativen Termin vereinbaren oder den Fragebogen auch online beantworten. „Sie dürfen aber die Befragung nicht verweigern“, betont eine Sprecherin von IT-NRW. Die Teilnahme am Mikrozensus ist gesetzlich verpflichtend. Die „ausgelosten“ Haushalte werden bis zu vier Mal vom Mikrozensus befragt.

Eine regelmäßige Befragung einer Auswahl der Bevölkerung ist notwendig, um bestimmte Aussagen treffen zu können: Zum Beispiel, wie viel vom durchschnittlichen Nettoeinkommen Menschen in NRW derzeit im Schnitt für die Miete ausgeben müssen. Die Angaben geben etwa auch Aufschluss über Bildungs- und Erwerbssituation in der Bevölkerung, wie viele Familien mit minderjährigen Kindern es gibt oder wie viele Menschen einen Migrationshintergrund haben.

Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für wissenschaftliche Studien und Planungen in Verwaltung und Politik.

Außerdem ist ab sofort auch die europäische Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen als Unterstichprobe im Mikrozensus integriert. Sie ist die zentrale Datenquelle zur Erfassung von Armut und sozialer Ausgrenzung in den Ländern der Europäischen Union, wie IT-NRW erläutert. Die 300 Interviewer legitimieren sich mit einem Ausweis. Sie seien zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet, wie es weiter heißt.

Abgefragt werden zum Beispiel persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7175183?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker